Freitag, 15. Januar 2010

© Das Chromosom zum Gastronom - Teil 1


Ein leichtes Aufstoßen…

Der Grund findet sich in einem besuchten Seminar über Optimierung von Kosten und Arbeitsabläufe. An sich ein interessantes Thema und welches mich veranlasste es zu besuchen. Doch die Enttäuschung ließ nicht lange auf sich warten. Zwei Tage, zwei verschenkte Tage. Geführt und gehalten von einer Unternehmensberater Gruppe. Ich weiß was ich im nächsten Leben mache…
Die Themen waren nicht auf das allgemeine gemünzt, sondern zielte schon genau die Gastronomie an. Na dann.
Es fing damit schon an, dass das Thema Pünktlichkeit recht   salopp gehandhabt wurde. Unabhängig von Kulanz, fehlte hier und im weiteren Verlauf die Disziplin.



Eine Schulung/Seminar ohne Unterlagen, die doch die Themen festhalten sollten, über denen gelehrt wird und wo man die Möglichkeit hat, eigene Notizen fest zu halten. Als einziges diente ein Beamer, mit Kontrastarmen Bildern und Schriften. Die Unterlagen werden via Email in den nächsten Tagen als PDF zugestellt. Das heißt -selber ausdrucken. Ich bin immer davon ausgegangen, dass wenn etwas gelehrt wird dann sollte auch entsprechendes Nachschlagewerk mit gegeben werden um die Möglichkeit ein zu räumen, es im Anschluss zu vertiefen. Das ist, ob man in die Schule ohne Bücher geht, die kommen später. Fazit - ohne Kommentar.
Die eigentlichen Themen (ausgeschriebenen Themen) vermischten sich nur zu oft mit anderen, nicht zugehörigen Themen. Fazit war ein wirres Durcheinander der Anreihung besagter Inhalte. Eigentliche Punkte wurden zwar angesprochen und sofort mit einem Beispiel dar gelegt und als Workshop weitergeleitet. Workshop, an sich eine gute Sache. Aber mit Teilnehmern, denen diese Themen anscheinend relativ neu waren, und diese sollten nun eine Aufgabe lösen. An sich ist hier eigentlich auch nichts weiter einzuwenden.

Ich persönlich fände es gut, wenn der Trainer/Referent dazu im Raume geblieben wäre um eventuelle Fehler im Ansatz der zu lösenden Aufgaben  als Ansprechpartner bzw. Überwacher zu agieren. Nein, dieser sah es lieber vor, seinen Rauchergelüsten nach zu gehen, was dazu führte, dass die Teilnehmer für sich ebenfalls diese Gelüste wahr nahmen. Mangelnde Disziplin! Das Ergebnis war ebenfalls alles andere als ausreichend oder interessant. Das wiederum führte zu unkontrollierte Diskussionen, die komplett am Ziel vorbei schossen und irre viel Zeit kosteten. Fazit: dem Trainer mangelt es an entsprechender Moderationskompetenz um die unkontrollierten Diskussionen aufzufangen und zum Ursprünglichen wieder zu gelangen - sich Gehör verschaffen.
Es gab auch keine festgelegten Zeitabschnitte (diese wurden im Vorfeld zwar verbal festgehalten) an denen sich gehalten wurde. Man fing zu spät an und hörte vor der ausgeschriebenen Schlusszeit auf. Pausen wurden eingelegt, wie sie wohl gebraucht wurden (Rauchen).


Wie es weiter geht, erfahrt ihr demnächst…

Kommentare:

Don Krawallo hat gesagt…

Lol ... Unternehmensberater ... so mit das Überflüssigste, was uns die schöne, neue Business-Welt zu bieten hat ;-)

Anonym hat gesagt…

wofür aber selbst Unternehmensberater nichts können, ist die Qualität der Kursteilnehmer und deren Disziplin...

B@rGeist hat gesagt…

-Als Überflüssig würde ich die Unternehmensberater nicht erachten. Sie machen schon Sinn, sofern es richtig umgesetzt wird.

-Für die Qualität und somit auch die erforderliche Disziplin der Teilnehmer, ja dafür kann kein Unternehmensberater aufs Korn genommen werden. Aber,psychologisches Handeln – Eingreifen und Führen sollten diese Berater im Wesentlichen auszeichnen.

Don Krawallo hat gesagt…

Ein guter Freund von mir ist Unternehmensberater. Er sagt selbst, dass es sich um eine moderne Form von Scharlatanerie handelt. Er ist allerdings ein echt netter Kerl ... :-)

eichiberlin hat gesagt…

Oje, dann doch lieber ein schönes Glas leeren, als sich von einer traurigen Flasche be-leheren lassen :-)

B@rGeist hat gesagt…

Ja Eichi, dass trifft es genau... Aber es geht ja noch weiter