Freitag, 13. April 2012

Frühlingserwachen...

Verwöhnt von den Temperaturen im März, schüttelt es einen jetzt um so mehr. Typisches Aprilwetter...

Wie dem auch sei, kommen wird er gewiss, der Frühling und mit ihm die Lust auf Erfrischung. 
 Aromatisch und nicht zu stark, hör ich immer wieder von meinen Gästen. Nach dem man nun das eigene Portfolio   dieser Kategorie schon durch gemixt hat, wird es wieder mal Zeit für neues.  Inspiriert vom Pimm's Cup, der sich bei uns großer Beliebtheit erfreut, wollte ich diese Richtung beibehalten. 
 Das kam dabei heraus:


- Rosmarin, Ingwer, Zucker, Zitronensaft, Pimms Nr.1, Angostura Bitter, Tonic -


Als erstes wird der Rosmarin (je nach Stärke und Aroma - ca. 1-2 Zweige) und ein Barlöffel frischer Ingwer mit der Menge von 1,5 Barlöffel weißem Zucker ordentlich zerdrückt. Ein freudiger Arbeitsschritt, da hier schon die Aromen einen selber in die Nase steigen und das Umfeld ebenfalls nasal betören. 
 Anschließend werden die weiteren Zutaten hinzu gegeben: 5cl Pimm's Nr.1, 4 Dashes Angostura Bitter und 2cl Zitronensaft. Das ganze kräftig shaken und in einem mit Eiswürfel gefüllten Logdrink Glas durch ein Feinsieb abseihen. Mit etwas Tonic auffüllen und mit einem Rosmarin Zweig und einer dünnen Gurkenscheibe garnieren.
Cheers!!!


Wer die eine oder andere Inspiration sucht/braucht, dem  möchte ich folgendes Buch empfehlen:
"Cocktails - Die besten Drinks der legendären Apotheke Bar in New York"
von Albert Trummer und Markus Metka
(Siehe rechte obere Blog Seite)


Montag, 9. April 2012

Gin - ein Sammelkorb für ALLES?!

Immer wieder gibt es neues über Gin zu lesen.  Besonderheiten wie, einmalige Produktion siehe BOTANIST, limitierte Abfüllungen wie bei Monkey 47, Blue Gin und weitere Hersteller, hoher Alkoholgehalt und eine Vielzahl an Botanicals, sind oft die Aushängeschilder.
Das dabei Deutschland mittlerweile auf sich Aufmerksam macht, haben wir mit Monkey 47-, Duke-, und  Adler Gin erfahren. Jetzt reiht sich ein weiterer Gin aus dem Hause Glansloser mit ein. Ich berichtete in einem vorangegangen Post darüber. 
Aber gibt es noch mehr???
Das Gin sehr facettenreich ist, haben wir wohl alle schon erfahren und dabei auch festgestellt, dass die Menge der ausgewählten Botanicals nicht immer das verspricht, was man sich vorstellt und erhofft hat.
Die Zeitschrift Mixology hat in ihrer letzten Ausgabe 2/2012 einen interessanten Bericht dazu gebracht "Wacholderflut - Black Gin von Glanzloser".
Ich hoffe nur, dass sich diese anscheinend neue Entwicklung von Gin in Rahmen hält - (zu)viele Botanicals, hoher Alkoholgehalt, hohe Preise.
Wird man sich wieder auf das wesentliche besinnen?
Einer hat es schon vor Jahren getan. Hubertus Vallendar mit Noordkorn.
Seit 2005/2006 bereichert dieser Brand die Wacholderwelt und wurde bei der WORLD SPIRITS 2007 / 2008 / 2012 mit Gold prämiert.
- NOORDKORN -
klingt nordisch, ist nordisch...

Folgender Text ist von der Webseite entnommen.

Unsere Idee war es, dass Norden als alte Spirituosenstadt wieder ein unverwechselbares Produkt bekommen sollte. Dafür brauchten wir einen guten "Brenner-Partner" - Hubertus Vallendar, mit dem wir schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Proben wurden hin und her geschickt, bis der endgültige Wacholdergeist kreiert war, bereitet mit frischen Wacholderbeeren von den Apenninen.

Die Idee:
Nach Festlegung der Flaschenform und Korken sollte der Bezug zur Region hergestellt werden. Der Name "Noordkorn" (mit Doppel-o - als Reminiszenz an die alte Norder Schnapsmarke Doornkaat) wurde geboren.

Der Duft:
Intensive ätherische Kräuteröle, frische reife Wacholderbeeren, Zitrusfrische.

Der Geschmack:
Intensiver Wacholdergeschmack, kühlende Frische, Orangenschale, Kumquats, harmonisch und lang.

Das Etikett:
Dann fehlte nur noch das Etikett, Ole West war sofort begeistert von der Idee und entwarf in seiner unnachahmlich besonderen Weise unser Noordkorn-Etikett.
Im Dezember 2005 wurde der Noordkorn mit großem Erfolg eingeführt. 


Noordkorn, eine Wacholderspirituose die getrost dem Gin zugeordnet werden kann, auch wenn sich keine Deklarierung auf dem Etikett dazu finden lässt. Die Herstellung verläuft nach den gesetzlichen Bestimmungen zu London Dry Gin. 
Erstmals hielt ich vor über 2 Jahren eine Flasche Noordkorn in der Hand und war vom äußeren wie auch vom inneren sehr begeistert.
Die Flasche liegt gut in der Hand (0,7l) und der Inhalt mit 40% Vol. hält das, was bereits im Vorfeld publiziert wurde. Selbst in Mixturen wie in einem Martini Cocktail, Gin Sling, Gin Sour, Martinez, Gin & Tonic uvm, zeigt er Kraft und Beständigkeit. 
Offiziell kein Gin, für mich aber einer der besten "Gins" aus deutschem Lande.  

Noordkorn - 0,7l, 40% Vol., ca. 23 - 25 €

Dienstag, 13. März 2012

Ricard Créateurs


Bei einem Rundgang durch die Wein- und Spirituosenabteilung eines Kaufhauses, strahlte mich diese sonnige Flasche von Ricard an. Oh, ein neues Produkt von Ricard? Weit gefehlt, es handelt sich hier um ein neues Flaschen Design mit Korkverschluss, welches wohl in limitierter Form zu erscheinen mag.    0,7L / 19,99 €
Der Inhalt bleibt gleich, doch die Fassade regt zum kauf an. Her damit!!!
Das stimmt auf den Frühling ein, der sich pö a pö ankündigt und darüber hinaus mag ich Pastis!!!

Ricard - hier einiges zum Produkt. 
Entnommen von der Ricard Webseite:

Seit Paul Ricard 1932 seinen Pastis erfand, ist das Originalrezept unverändert geblieben. Hergestellt wird er im Süden Frankreichs an einem geheimen Ort, abgeschirmt von den neugierigen Blicken der Öffentlichkeit. Sternanis, Extrakte von Süßholz, aromatische Kräuter der Provence - sie werden streng nach dem Originalrezept des Meisters zusammengestellt und zu vollendeter Harmonie geführt, bis ein echter Pastis de Marseille, ein Ricard, daraus geworden ist.

http://coursecamarguaise.midiblogs.com/media/00/01/356924927.jpg
Es war 1932, als Paul Ricard beschloss, seinen eigenen Pastis zu kreieren. Das Absinth- Verbot in Frankreich lag sieben Jahre zurück. Paul Ricard suchte nach einer Mischung und Zusammenstellung, die nicht das Nervengift Thujon der verbotenen "grünen Fee" enthielt, aber trotzdem den frischen belebenden Geschmack des Anis hatte. Gerade dieser war es nämlich, weswegen der Absinth Ende des 19., Anfangs des 20. Jahrhunderts so geschätzt war.
Ein Jahr lang analysierte er Hunderte von Aromen, kombinierte sie, brachte sie in Einklang und perfektionierte seine Extraktions- und Mazerationsmethoden. 1932 war es soweit, die Mischung war gefunden, der Pastis war geboren und mit ihm ein Geschmack, der die Welt erobern sollte. "Ich nenne es Ricard, den Pastis von Marseille", sagte Paul Ricard stolz. Er gründete ein unternehmen, um seinen Landsleuten das neue Getränk präsentieren zu können. Es rief sofort einen Begeisterungssturm hervor und avancierte binnen kurzem zum Kultgetränk der ganzen Nation. Jede Flasche versah Paul Ricard mit seinem Credo: "Ich verbürge mich für die hohe Qualität meines Pastis und bin stolz auf seinen unnachahmlichen Geschmack. Mein Name garantiert Ihnen Genuss. "Daran hat sich bis heute nichts geändert".


Nicht nur pur auf Eis oder mit vermischt mit eiskaltem Wasser (1:5) ist Ricard ein Genuss, sondern auch als Mixtur mit Zitronensaft und Mandelsirup:
5cl Ricard  -  2cl Zitronensaft  -  2cl Monin Mandelsirup
Shaken, in einem mit Eiswürfel gefüllten Tumbler abseihen und mit etwas Soda abspritzen. Cheers!


Donnerstag, 8. März 2012

Black Gin


Black Gin 

Aus dem Hause Gansloser Destillerie, die mehr für ihre Obstbrände bekannt sind, kommt nun eine Spezialität hinzu - Gin. 
Man springt auf den Gin-Zug mit auf und was Monkey 47 kann, soll hier nun noch überboten werden. Nicht 47 ist die Zahl sondern 74. Hut ab aber wo soll das hin führen...

Beschrieben wird das Ganze so (Text: Gansloser Webseite)

klar, spiegelnd
transparent                                                                saubere, betörende Qualität                                       neben dem dominanten Wacholderaroma, Zitrus, Orange und KamilleVoller Körper und feine Milde am Gaumen und an der Nase                                              Holger Frey, Geschäftsführer und Brenner der Gansloser Destillerie J. G. Frey, zählt zur weltweiten Elite der Schnapsbrenner.Seit Jahren gehört er mit seinen Edelbränden zu den erfolgreichsten seiner Zunft. Nun kommt eine neue Spezialität hinzu: BLACK GIN - frisches, elegantes Wacholderaroma, finessenreich mit Orangig-duftig-würzigen Facetten: glasklar und erfrischend, gleichzeitig elegant und lebendig. Der BLACK GIN wird nur dreimal im Jahr Destilliert. Im April der Klassische BLACK GIN, im August der BLACK GIN DISTILLERS CUT 60% und im September der BLACK GIN EDITION 1905. Die Auflage ist streng limitiert, denn ist ein Jahrgang vergriffen, hilt nur ein einjähriges Warten auf Nachschub. Versehen mit frischen Wacholderbeeren, Zitronenzesten, Orangenzesten, Ingwerwurzel, Koriander, Lorbeer und 68 weiteren Kräutern ist dieser Gin absolut einzigartig. 
45% Vol.

Mittwoch, 7. März 2012

Thai-jito

Dies war mein "favourite" drink im Castaway Resort auf Koh Lipe.
Hatte schonmal vor einem Jahr einiges zum Mekong Whisky geschrieben der ja eigentlich ein Rum ist oder besser ein Thai -Spirit.

Rezept :
  • 2 shots Mekhong
  • 1 ½ shots fresh squeezed lime juice or quarters of one whole lemon
  • 3 bar spoons brown sugar
  • Finger pinch of fresh mint leaves
  • 3 thumbnail size pieces of fresh ginger root
  • Club soda 


Ich hab auch von einer Variante mit Thai-Basilikum gelesen, müsste man mal ausprobieren. Vielleicht bei B@rGeist?? Die Flasche Mekhong können wir gerne mitbringen...
Rezept hab ich übrigens geklaut, ist ja eigentlich garnicht mein Resort :-)

Prost - Zeitgeist Gela

Montag, 5. März 2012

Bulone Lee - Ferry Pick up

Nach soviel Ruhe geht es jetzt auf nach Koh Lipe...da ist was los, da sind wir sicher :-)
Unser Longtailboot bringt uns in 90 Min zur Insel Bulone Lee. Hier kommt das Boot nach Koh Lipe vorbei.. Leider ist das Speedboot um 12:30 ausgebucht aber wir sind trotzdem schon um 10:00 dort. Der Pier und die Ticketverkaufsstelle entpuppt sich als Resort mit einem traumhaften, weissen Puderzuckerstrand. Kein schlechter Platz zum Warten...
Die Badehose an und ab ins Wasser.
Die wenigen Passagiere sammeln sich bereits für die frühe Fähre, unsere geht erst um 15:30 Uhr. Um 13:00 Uhr sitzen sie immer noch da..wir schreiten zum Mittagessen. Es regnet einmal heftig und wird 14:00 Uhr. Die Passagiere sitzen immer noch und warten. Es wird 14:30 Uhr, auf einmal kommt Bewegung in die Truppe. Ein Longtailboot wird mit allen voll gepackt und fährt aufs Meer (das Speedboot kann nicht an den Strand) Es fängt wieder an zu regnen oder besser gesagt es schüttet aus Kübeln...Das Longtail schlingert, fährt aber trotzdem raus und verschwindet im Nebel. Nach 15 Min ist es wieder klar und ein Speedboot liegt vor dem Resort...und um die Ecke kommt das Longtail. Wo war es?? Wollten wir in diesem Boot sitzen, nein, auf keinen Fall ;-) Nun gehts ans umsteigen und auch wir plus zwei Franzosen werden aufgescheucht, denn unser Speedboot kommt in 10 Minuten...und tatsächlich. Wir werden mit dem Boot rausgefahren und steigen auf. Das erste Boot hat mal grade 10 Min vor uns das Inselchen verlassen.
Und....wir überholen es auch noch :-) Gute Wahl, nicht die frühe bekommen zu haben haben, denn in nur 45 Min, ca 10 Min vor dem frühen Boot, kommen wir auf Koh Lipe an.
Sawadee - Gela

Donnerstag, 1. März 2012

Ausgeschlafen in Koh Sukorn

Nun sind wir mal wieder in Thailand und neue Inseln müssen entdeckt werden...
So kamen wir zur Insel Koh Sukorn, vor der Küste von Trang im Süden Thailands. Hier gibt es gerade drei Resorts am 600 m langen Strand...schön ruhig und entspannt.

Allerdings wirds am Abend erstmal stressig, da bis 20:00 Uhr die letzte Order fürs Essen eingehen muss. Die Frage stellt sich "Bin ich schon satt oder doch noch ein Pad Thai??" nicht lange nachdenken sondern bestellen!
Die Bar sollte auch später geöffnet sein, aber wenn alle um 21:00 Uhr aufspringen und das Restaurant verlassen (Was machen die alle? Lesen oder andere Beschäftigungen?) wird es ungemütlich. Die Kerze wird abgeräumt, noch ein Bier muss angefordert werden...bis man endlich aufgibt und schlafen geht.
Was sind wir entspannt!!! Soviel Schlaf gibts selten :-)
Nichts desto trotz, ist Sukorn Beach Bungalows ein schöner Aufenthaltsort für Ruhesuchende!
Sawadee Gela

Mittwoch, 1. Februar 2012

Hangover...

Es muss nicht immer Bloody Mary sein...

Ein guter Freund und Stammgast eröffnet gern den Abend mit einer pikanten Bloody Mary. Warum nicht...

Heute sollte ihn jedoch eine neue Kreation zwischen Bloody Mary und Gazpacho treffen.
Es war Zeit für Veränderungen und dafür ist er zu haben. Also dann...

Mir kam vor einigen Tagen diese in den Kopf und nach den ersten Umsetzungen habe ich selbst Gefallen daran gefunden. 
Grund genug, um diese mit Euch zu teilen...



4cl Tanqueray Gin ( besser noch Gin Mare)
2 Barlöffel Martini D'oro
4cl Tomatenwasser
1cl Limettensaft
1 Barlöffel Zuckersirup
1 gute Prise Salz
1 Stk. Paprika 
1 Messerspitze fr. Chili oder Peperoni

Das Stück Paprika und Chili/Peperoni wird im Shakerglas mit einer guten Prise Salz kräftig zerstoßen. Danach gebe man alle weiteren Zutaten hinzu und shake kräftig. Das Ganze wird durch ein Feinsieb  in ein Cocktailglas abgeseiht und mit einem Paprikastreifen garniert.

Cheers!!!


Tomatenwasser:

Tomaten vom Inneren (Fleisch und Kerne) befreien und würfeln. Das getrennte Fleisch und Kerne extra pürieren. 
Die Tomatenwürfel und das Pürierte werden jetzt in einem mit Mulltuch oder sonstige Baumwolltücher ausgelegten großem Passiersieb zum abtropfen gelassen. Es empfiehlt sich das Ganze mit einem Teller o.ä. zu beschweren. So erhält man "klares" Tomatenwasser.
Diese Vorbereitungsarbeit empfiehlt sich über Nacht zu halten, da es einige Stunden des Abtropfen in Anspruch nimmt. 
Im Übrigen eine tolle Grundlage für viele andere Mixturen und/oder Küchenideen. 

Dienstag, 17. Januar 2012

19 Bonnie & Clyde 34...

Eine Nachricht die ich im Radio hörte und die mich zu diesem Post veranlasste...

Bonnie und Clyde, wer kennt sie nicht, dass berühmte Gangsterpaar aus den 30er Jahren der USA-Geschichte.
Filme wurden darüber gedreht und Lieder verfasst (mitunter auch die Die Toten Hosen), aber in welcher Form diese Namen wieder Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist schon etwas eigen. Am 21. Januar sollen Waffen, eine Maschinenpistole als auch ein Schrotgewehr, von Bonnie und Clyde in ein Auktionshaus in Missouri versteigert werden. Mehr dazu hier...

Wer sich für die Biografie des berühmten Gangsterpaares interessiert, für den habe ich hier etwas zu lesen.

Nun kann man denken wie man will und die Versteigerung als moralische Frage/Ansicht  aufbringen, die ich für mich schon beantwortet habe. Amerikaner...

Dennoch spukte es gleich in meinem Kopf und es kreierte sich darin in ungewollter Weise eine Mixtur, die ich gleich ausprobieren musste. Puristisch, eigen und doch amerikanisch...
Und das kam dabei raus - ein kräftiger amerikanischer Whiskey - guter Cognac - Kaffeebohnen - Zucker - Cocktail Bitter.

4cl Bourbon oder Rye Whiskey 
(Makers Mark Bourbon W. oder Pikesville Rye W.)
1cl Coganc 
(Rémy Martin VSOP)
6 Dashes Angostura Bitter 
(oder auch 4 Dashes Angostura und 3 Dashes TBT Creole Bitter)
6 Kaffeebohnen 
1 Würfelzucker

Ich weiß, ziemlich viel "oder", aber ich kann mich einfach noch nicht festlegen. Kommt noch!


 Zubereitung:    


- 19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail -

Die Kaffeebohnen und den Zuckerwürfel im Shaker gut zerstoßen, alle weiteren Zutaten hinzu geben und mit der Rückseite des Barlöffels (Stößel) weiter stoßen und rühren, bis der Zucker gut aufgelöst ist. Das Ganze nun gut shaken und durch ein Feinsieb in ein Cocktailglas abseihen.

Klare Ansage, nichts für Safttrinker, vielmehr für Puristen die es kräftig mögen und ein Hauch von Kaffee nicht verschmähen.
Ich widme diesen "19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail" den 30er Jahren der USA-Geschichte, auf das man nichts vergesse. 

Cheers!






Dienstag, 10. Januar 2012

Ungeduld zahlt sich nicht aus...

Wenn wir ungeduldig sind, dann vergessen wir dabei meist, dass alles seine Zeit braucht...


Und nun habe ich doch eine Antwort auf den vorhergehenden Post gefunden. 


Unter Hotelier.de fand ich folgendes:


"Der Engländer Thomas Dakin schuf 1761 die Grundlage für Bombay Sapphire und damit das wohl älteste, bekannte Rezept für einen Premium London Dry Gin. Schon damals gehörten Wacholderbeeren, Engelwurz, Koriander, Bittermandeln, Kassiarinde, Iriswurzeln, Süßholzwurzel und Zitronenschalenöl zu den Zutaten. 1959 wurde das Rezept in einer nordenglischen Brennerei wiederentdeckt und um zwei weitere Zutaten ergänzt."

Fragen! Antworten?

Anlass zur Frage und Antwort ist der Artikel in der Mixology 6/2011. Unter der Überschrift "250 Jahre Stil und Individualität - Bombay Saphire Gin -", Text: Minna Funk, wird einiges zu diesem Gin aufgeführt.

Ich möchte hier nicht weiter auf das eigentliche Produkt eingehen, wer dennoch mehr darüber wissen möchte, der klickt hier.

Soweit ich richtig informiert bin, ist Bombay Sapphire eine seit 1987 eingeführte Gin-Marke, die seit 1998 zu Bacardi gehört. 
Weiterhin heißt es, dass die Rezeptur unverändert aus dem Jahre 1761 stamme, die im Norden Englands kreiert und von Generation zu Generation weitergereicht wurde.

Und hier stellt sich mir die Frage, wer hat diese Rezeptur eigentlich ins Leben gerufen und wie darf man die Äußerung "...von Generation zu Generation weitergereicht..." verstehen? Handelt es sich dabei um familiäre Generationen, wie es in so vielen Betrieben der Fall ist/war? Und wenn ja, erstaunt es mich, dass die genaue Zusammensetzung ein offenes Geheimnis ist. Halten andere Betriebe es mit ihren Generations-Rezepten doch ganz anders.

Nun, eine Gin-Marke die heuer ihr 25 jähriges Jubiläum zu feiern hat und sich 250 Jahre Stil und Individualität auf die Fahne schreibt, aber keinen Namen für die 1761er Rezeptur zu nennen hat.

Ist es doch nur Marketing?! 

Darauf hätte ich gern eine Antwort!
Wer weiß mehr darüber und kann mit belegbaren Informationen Auskunft geben?
  


Freitag, 30. Dezember 2011

Silvester...


Es ist soweit, 2012 steht vor uns.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Feiern und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Samstag, 3. Dezember 2011

Antiquariat...

Man weiß um meine Leidenschaft zu alten Dingen, Bücher, Gläser Shaker uvm. Sammler mit Macke - Antiquariat?! Nö, ich bewahre nur historisches Gut, für die kulturelle Erhaltung! So erklärt sich das doch viel schöner ;-)).
Einer meiner Stammgäste hielt vor drei Tagen bei mir an der Bar dieses Buch in der Hand und fragte mich freudig, ob ich dieses denn schon hätte. Nein, war die Antwort und mein Blick fokussierte sofort das Objekt der Begierde. Mit einem breiten Grinsen seiner Seits hieß es dann - "jetzt schon...". 

"Die Haus und Hotel Bar"
von Martin Heile
Lehrbuch des Mixens, Bowle- und Punsch- Brauens für den Hotelier, Gastwirt und Privatgastgeber
Fachbuchverlag "LUCULLUS", Chieming am See

Ein kleines Alkohol-Lexikon für kultivierte Gaumen und solche, die es werden wollen, 139 Seiten. 


Dieses ungefähr 1950 erschienene Buch enthält die Rezepte für 73 Cocktails, 39 Bowlen und 35 Punsche. Daneben verschiedene Hausmischungen internationaler Bars.
Illustrationen auf 2 farbigen und 9 s/w - Seiten.


Die aufgeführten Mixturen sind Teilweise etwas eigen aber dennoch interessant. 


Ein kleiner Einblick ins Buch:


Claret-Cuo à la Delmonico


Delmomico's - "known all over the world as New Yorks most prominent restaurant" heißt  der Sammelpunkt der politischen Diktatoren, der Petroleum-, Stahl- und Eisenbahnkönige der freien Republik jenseits der großen "kalten Ente", die auf den Seekarten prosaischerweise als Atlantischer Ozean bezeichnet wird. Nicht nur eine Auslese des starken Geschlechts stillt dort seinen republikanischen bzw. demokratischen Durst, auch das bei weitem stärkere Geschlecht Amerikas, fair sex genannt, entsendet seine schönsten Vertreterinnen zu Delmonico's und setzt manche Million Dollars wieder in Umlauf, die sonst in shares oder bonds angelegt worden wäre.


Der Barchef, der für einen Markmillionär kaum noch ein kollegiales Kopfnicken übrig hat, gewöhnliche Frankenmillionäre aber schon gar als arme Reisende ansehen könnte, verriet uns in einer leutseligen Stunde das Rezept, bei dem sich der alte Vanderbilt und sein Schwiegersohn, der Herzog von Marlborough, gefunden haben:


Je ein Likörgläschen voll Curacao Triple Sec, Chartreuse, Cognac, Cherry Brandy, Maraschino, Jamaika Rum, ein Esslöffel Zucker, 1/8 Rotwein (Cote du Rhone), ein Streifen frische Gurkenschale, ein achtel Bündchen Krauseminze.
Einige Eisstücke und reichliche Dekoration, den Glasrand einer großen Ohioschale mit Zitrone einreiben und in Zucker tauchen.
Eine Zitronenspirale aus einer ganzen Zitronenschale in das Glas einhängen lassen und weiter mit einer Dekoration von Beerenfrüchten, Zitronen, Orangen, Ananasscheiben, Gurkenschale, Olive, Kirschen, Bananen und weiteren Saisonfrüchten garnieren.