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Freitag, 1. Juni 2012

Johnnie Walker Luxusrange...



DIAGEO launcht zwei neue Whisky-Varianten im Premium-Bereich.

Wiesbaden, Mai 2012 – Mit zwei neuen Premium-Blends begeistert Johnnie Walker ab August 2012 Deutschlands Whisky-Liebhaber: Johnnie Walker Gold Label Reserve und Johnnie Walker Platinum Label.

Mit den zwei neuen, luxuriösen Varianten beweist DIAGEO Trendbewusstsein und verwirklicht den global-steigenden Wunsch des Connaisseurs nach hochwertigen Whiskys. Die Scotch Blends Johnnie Walker Gold Label Reserve und Johnnie Walker Platinum Label gesellen sich zum Johnnie Walker Blue Label in das DIAGEO Reserve Portfolio, der Luxusrange des Konzerns. 



Johnnie Walker Gold Label Reserve – The Celebration Blend


Als Hommage an die hohe Handwerkskunst des Verblendens hat Master-Blender Jim Beveridge seine Lieblingswhiskys mit größter Sorgfalt ausgewählt und zu diesem vielschichtigen Blend vermählt. Unter ihnen befindet sich auch der Clynelish Single Malt Scotch Whisky, dessen Wasser aus der Quelle in Kildon Hills stammt, wo der Legende nach im 19. Jahrhundert zum ersten Mal Gold in Schottland gefunden wurde.
Die außergewöhnlichen Aromen des besonderen Blends beruhen auf der Unterschiedlichkeit der einzelnen Whiskys und der Art und Weise, wie sie vermählt werden. Sie haben keinen direkten Bezug zum Alter oder werden dadurch limitiert. Das milde Geschmacksprofil basiert auf einer perfekten Balance von süßen Früchten und weichen, tiefen Honignoten und lässt feine Nuancen von Holz und das typisch-rauchige Aroma der schottischen Westküste im Abgang zurück.


Johnnie Walker Platinum Label – The Private Blend


Inspiriert von der langen, schottischen Familientradition der „private blends“ ist mit dem Johnnie Walker Platinum Blend ein besonders erlesener Scotch Whisky entstanden. Dem Brauch nach wurden diese kostbaren Tropfen nur mit ausgewählten Personen zu speziellen Gelegenheiten genossen. Diese Exklusivität mutet bereits in seinem Namen an, da Platin eines der kostbarsten, raffiniertesten sowie elegantesten Metalle ist.
Auch das neue Flaschendesign erhält einen ganz besonderen Schliff, welcher sich von den anderen Blends der Johnnie Walker Familie abhebt. Neben den klassischen Elementen – der quadratischen Formgebung, dem geneigten Etikett und dem Logo des „Striding Man“ – verfügt der Johnnie Walker Platinum Label über einen dickeren und kräftigeren Flaschenboden. Die elegant-kantige Facette verleiht dem Whisky einen modernen und ausdrucksstarken Charakter.
Mindestens 18 Jahre reifen die verschiedenen Scotch Whiskys in den Eichenfässern, bevor sie diesem Blend sein ausgeprägtes Profil verleihen. Der typisch süße und elegante Geschmack traditioneller Speyside Whiskys geht mit einer subtil-rauchigen Note einher. Die Aromen von getrocknetem Obst, kräftigem Malz, lieblicher Vanille und fruchtigen Mandarinen runden den Whisky ab. Am besten lässt sich der Johnnie Walker Platinum Label pur oder „on the rocks“ genießen, damit sich der runde Körper des Whiskys voll entfalten kann. 



Die Johnnie Walker Luxusrange


Der Johnnie Walker Gold Label Reserve ist als erster Wegbereiter in die Premium-Kategorie zwischen Johnnie Walker Black Label und dem neuen Johnnie Walker Platinum Label angesiedelt. Preislich liegt dieser Blend bei einem UVP von 38,99 Euro. Johnnie Walker Platinum Label besetzt in der Range den Platz zwischen Johnnie Walker Gold Label Reserve und Johnnie Walker Blue Label. Auch der Preis befindet sich bei einem UVP von 77,99 Euro mittig der beiden Premium-Varianten. 



Dienstag, 17. Januar 2012

19 Bonnie & Clyde 34...

Eine Nachricht die ich im Radio hörte und die mich zu diesem Post veranlasste...

Bonnie und Clyde, wer kennt sie nicht, dass berühmte Gangsterpaar aus den 30er Jahren der USA-Geschichte.
Filme wurden darüber gedreht und Lieder verfasst (mitunter auch die Die Toten Hosen), aber in welcher Form diese Namen wieder Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist schon etwas eigen. Am 21. Januar sollen Waffen, eine Maschinenpistole als auch ein Schrotgewehr, von Bonnie und Clyde in ein Auktionshaus in Missouri versteigert werden. Mehr dazu hier...

Wer sich für die Biografie des berühmten Gangsterpaares interessiert, für den habe ich hier etwas zu lesen.

Nun kann man denken wie man will und die Versteigerung als moralische Frage/Ansicht  aufbringen, die ich für mich schon beantwortet habe. Amerikaner...

Dennoch spukte es gleich in meinem Kopf und es kreierte sich darin in ungewollter Weise eine Mixtur, die ich gleich ausprobieren musste. Puristisch, eigen und doch amerikanisch...
Und das kam dabei raus - ein kräftiger amerikanischer Whiskey - guter Cognac - Kaffeebohnen - Zucker - Cocktail Bitter.

4cl Bourbon oder Rye Whiskey 
(Makers Mark Bourbon W. oder Pikesville Rye W.)
1cl Coganc 
(Rémy Martin VSOP)
6 Dashes Angostura Bitter 
(oder auch 4 Dashes Angostura und 3 Dashes TBT Creole Bitter)
6 Kaffeebohnen 
1 Würfelzucker

Ich weiß, ziemlich viel "oder", aber ich kann mich einfach noch nicht festlegen. Kommt noch!


 Zubereitung:    


- 19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail -

Die Kaffeebohnen und den Zuckerwürfel im Shaker gut zerstoßen, alle weiteren Zutaten hinzu geben und mit der Rückseite des Barlöffels (Stößel) weiter stoßen und rühren, bis der Zucker gut aufgelöst ist. Das Ganze nun gut shaken und durch ein Feinsieb in ein Cocktailglas abseihen.

Klare Ansage, nichts für Safttrinker, vielmehr für Puristen die es kräftig mögen und ein Hauch von Kaffee nicht verschmähen.
Ich widme diesen "19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail" den 30er Jahren der USA-Geschichte, auf das man nichts vergesse. 

Cheers!






Samstag, 4. Dezember 2010

Eine winterliche Mixtur...

Nach dem nun der Winter Einzug gehalten hat, Körper und Geist nach „wärmenden“ Tinkturen verlangt, stell ich heute eine andere Old Fashioned Version vor. Gewiss, dass dieser für so vieles herhalten musste und es darüber hinaus viele Varianten gibt, reihe ich mich dennoch mit einer etwas aromatischeren Mixtur ein.

Kardamom und Rosmarin sollen dem Old Fashioned etwas Winterliches verleihen, und so bin ich zu folgender Mixtur gelangt.



Die Zutaten:    

1  Barlöffel Zucker
1  Rosmarinzweig
1 Schwarzer Kardamom (ganze Kapsel) - herbes erdiges Aroma, erinnert an Nadelholz, Kampfer, Eukalyptus und an etwas Anis. Leicht  rauchiger Geschmack, bedingt durch die traditionelle Trocknung über offenem Feuer.   
4  Dashes Angostura Bitter
2  Dashes Angostura Orange Bitter
6 cl Rittenhouse Rye Whiskey


Die Zubereitung:   

Samenkapseln des Schwarzen Kardamom/Wikipedia

Als erstes zerstoße (Mörser) ich die Kardamomkapsel (im Shakerglas) und die dabei heraustretenden Samen, gebe als nächstes den Rosmarinzweig und Zucker hinzu und mörsere  das ganze kräftig. Schon bei diesem Arbeitsschritt wird man von den freigesetzten Aromen belohnt. Ein Freudentanz für die Sinne. Die Bitters hinzu geben und nochmals etwas muddlen.
Ich wählte den Rittenhouse Rye Whiskey, aber auch hier bleiben den Möglichkeiten viele Türen offen. 
Das ganze wird entweder auf Eis gut verrührt oder wie ich es in dieser Weise doch vorziehe, leicht shaken und in einem Tumbler (Old Fashioned Glas) auf Eis abseihen / fine strain.

Ein kleiner Rosmarinzweig soll als Garnitur dienen, der zuvor am Rand  des Glases entlang etwas berieben wird. 

Was mir besonders an dieser Variante gefällt ist (unabhängig vom Gesamtgeschmack), dass einem schon beim ansetzen des Glases zum trinken, die Aromen des Rosmarins in die Nase steigen. Im Abgang sorgt der Kardamom für einen langen Hall. Nicht zu vergessen, dass Whiskey, Bitters und Zucker ebenfalls ihren Auftritt haben.    

Ich wünsche einen genüsslichen Advent. 

Donnerstag, 18. November 2010

Coillmór Whisky

Klingt der Ton "Whisky Made In Bavaria", so kommt einen gleich der Name Slyrs ins Gedächtnis (bei mir zu mindestens). Das aber das bayrische Potfolio mehr zu bieten hat, war mir bis dato unbekannt. Ich muss gestehen, dass mich dieses auch nicht sonderlich interessierte, da der Slyrs Whisky meine Geschmacksnerven nicht wirklich reizt.
Heute werde ich nun eines Besseren belehrt.
Vorab möchte ich an dieser Stelle erst einmal Danke sagen. Danke an einen guten Freund, der mir mit dieser Flasche zum Geburtstag wirklich eine große Freude bereitet hat.

Coillmór Single Malt Whisky mit 46% Vol. aus dem bayrischen Wald, klingt viel versprechend.
Zu Hause angekommen, machte ich mich ungeduldig gleich über die Flasche. Zu meinem Erstaunen begrüßte mich erstmal ein sehr ansprechendes Flaschendesign mit Label. Nicht diese typische Flaschenform, die man mittlerweile von vielen neuen Produkten kennt. An dieser Stelle punktet dieses Produkt zum ersten. Gespannt geht es an den Inhalt, der sich trotz drei jähriger Lagerung doch recht vielversprechend gibt. Die Nase schnüffelt und schnüffelt und erfreut sich an den vielseitigen Aromen. Der erste Schluck ist zum reinigen der zweite Schluck lässt mich inne halten. Das soll wirklich ein Bavarian Whisky sein?! Kaum vorstellbar, denn mich überrascht ein Geschmack, den man sonst eher von schottischen Whiskys her kennt. Es erweisen sich ausgeprägte Malz- und Holzaromen, mild rauchig und weich am Gaumen, gepaart mit exotischen Fruchttönen. Erstaunlich  für seine drei Jahre!
Die Farbe glänzt mit Bernsteintönen und kommt ganz ohne Couleur aus. Es wird besonders betont, dass dieses Produkt nicht kalt filtriert wird, um mehr Aroma als Ergebnis verzeichnen zu können. Der Rohstoff ist 100 % bayerisches Gerstenmalz -Sommergerste (Spezial-, und Rauchmalz) und als Wasser dient das frische Felsquellwasser aus der Quelle des Kaitersberges, dem Hausberg von Bad Kötzting.
Bad Kötzting, in mitten des Bayrischen Waldes, ist die Heimat des Coillmór Whisky und wird seit 2006 in einer eigens dafür angelegten Destille von Gerhard Liebl Junior gebrannt.
Für das heranreifen wird das fertige Destillat für mindesten drei Jahre in neuen  amerikanischen Weißeichenfässern gelagert. Darüber hinaus gibt es noch weitere/andere Coillmór Whiskys, die in Sherry- und Bordeauxfässern gelagert werden.
Um solch innovative Idee namentlich und respektvoll auszustatten, trifft Coillmór den Nagel auf den Kopf, denn Coillmór ist irisch-gälischen Ursprungs und bedeutet soviel wie “Großer Wald”.

Die hier vorgestellte Flasche beläuft sich auf eine limitierte Auflage von 430 Flaschen / Fass 47 / 46% Vol / 0,7 Ltr. / destilliert im Februar 2007. Preis - keine Ahnung, da es sich um ein Geschenk handelt, dürfte sich aber um (laut vieler Anbieter) um/in die 40er € einpendeln. 



Dienstag, 26. Oktober 2010

Thomas Henry Ginger Beer

Der Angriff auf Schweppes! 
Es ist soweit und heute verkostete ich nun erstmals das Ginger Beer der neuen deutschen Marke THOMAS HENRY.
Mixology berichtete ausführlich über Thomas Henry und ich möchte und werde dazu keine weitere bzw. erneute Wiederholung schreiben. Wer es dennoch nicht gelesen hat und mehr über diese deutsche Firma lesen will, die nun den Wettbewerb mit Schweppes aufnimmt, soll hier den Link zum besagten Thema klicken.

Leider ist die Getestete Flasche nicht mit der hier abgebildeten Flasche identisch. Es handelte sich um eine größere (war es nun 0,5L?) braune Flasche und der Inhalt war doch etwas trüber als hier in dieser Abbildung ersichtlich ist. Des weiteren stand auf der Rückseite eine Abfüllnummer. Doch noch nicht das Endprodukt?
Der erste Eindruck - schlicht und ansprechend. 
Nicht lange fackeln und auf die Pulle, und... heho, was für eine Begrüßung! Ingwer, Ingwer und nochmals Ingwer. Der erste Schluck, der zweite Schluck und dann das Feedback. Frisch und angenehm scharf, aber doch ein Tick zu süß. Okay, schauen wir doch mal, wie es sich in Mixturen verhält.
Moscow Mule /  6cl Smirnoff Vodka - Saft einer halben Limette - TH Ginger Beer = Das mir etwas zu süße Ginger Beer schlägt sich hier tapfer und balanciert sich hervorragend mit dem Limettensaft aus. Anschließend habe ich den Smirnoff Vodka gegen einen Grasovka Vodka ausgetauscht und auch hier besteht das Ginger Beer mit Bravur.

Ein weiterer Versuch sollte mich nun restlos überzeugen, Mamie Taylor / im Highball Glas, 6cl Scotch Whisky (Johnny Walker Red Label) - Saft einer halben Limette - mit TH Ginger Beer auffüllen = eine Harmonie der Sinne. Das Ginger Beer verhält sich großartig, die Aromen des Scotches bleiben beständig und die Frische als auch die dezente Schärfe des Ginger Beers binden sich in dieser Mixtur bestens ein (ich liebe diesen Drink).

Fazit: Pur ist mir das TH Ginger Beer etwas zu süß geraten. 
In Mixturen, mit etwas  Säure von Limetten oder Zitronen verhält es sich gut und die "Süße" erweist sich dann als ein toller Aromaträger. Nicht nur eine Alternative, nein, ein wirklich gelungenes Ginger Beer.
Man darf gespannt sein, wie sich dieses Ginger Beer in die Barszene etablieren wird.
Es würde endlich die Versorgungsprobleme aufheben und darüber hinaus auch zeigen, dass weitere heimische Köpfe ebenfalls in der Lage sind, Produkte die am Puls der Zeit pochen, herzustellen wissen.
Cheers!


Die Efrischungs-Pioniere
Leidenschaft für Longdrinks und das Besondere im Glas treiben die beiden Erfinder der Thomas Henry’s schon lange um. Warum die geschmacklichen Variationen gerade im Bereich Tonic, Bitter Lemon, Ginger Ale und Ginger Beer so wenig überzeugend sind, wollte sich Sebastian Brack und Norman Sievert einfach nicht erschließen. So entwickelten sie gemeinsam fünf klassische Begleiter exzellenter Drinks für alle, die das Besondere erkennen und intensive Geschmackserlebnisse zu schätzen wissen. Die Thomas Henry Palette wird Longdrink-Liebhaber, aber auch die Freunde nichtalkoholischer Getränke gleichermaßen begeistern, denn ausgesuchte Zutaten und köstlicher Geschmack sind typisch für Thomas Henry. Darüber hinaus sehen Thomas Henry’s in der edlen 0,2 L Mehrwegflasche gut aus und ermöglichen Longdrink-Freunden, ihr eigenes neues, ganz persönliches Mischungsverhältnis zu finden.
Text von der Thomas Henry Internet Seite


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Nachtrag Bildmaterial:

Samstag, 6. März 2010

Tennessee Whiskey...Part. 3

Die Geschichte...
Jasper Newton (Jack) Daniel (1850-1911)

Der junge Jack Daniel gründete seine Destille im Jahre 1866 und ist die erste Destille im Handelsregister der USA. Sein Handwerk erlernte  er während des Bürgerkrieges. Er suchte sich einen bestimmten Platz dafür aus, und zwar neben einer Quelle, die ihm das besondere Wasser erbrachte. Da Jack keine Nachfolgen hatte und auch nicht verheiratet war, übergab er 1907 seinen Neffen, Lem Motlow, die Destille. Um 1909 sollten sich die Launen der Natur zeigen. Eine Trockenperiode führte dazu, dass Moore County, in dem Lynchburg liegt, förmlich austrocknete. Die Quellen versiegten. Ein Jahr später vertrocknete der ganze Staat.  Lem Motlow entschied, dass die Produktionsstätte verlegt werden müsste und verlegte die Produktion in einen anderen Staat, Missouri / St.Louis, eine mit Wasser gesegnete Region. Schmerzhaft aber doch verständlich sah Jack dem ganzen entgegen, bevor er 1911 an den Kompli- kationen eines Bruches am Zeh verstarb. Es ist schon paradox, dass aus einem Tritt gegen seinen Safe, weil dieser sich nicht öffnen ließ, er sich einen Zeh brach. Nachdem nun auch noch die Prohibition für ein trockenes Amerika sorgte standen die Weichen alles andere als auf grün. Nach Beendigung der Prohibition weigerten sich jedoch einige Bundesstaaten, diese fallen zu lassen. So auch Tennessee. Erst im Jahre 1938 änderte Tennessee seine Meinung und erlaubte seinem heute berühmtesten Produkt die Heimkehr. Es ist schon ironisch, dass dieser County immer noch unter den Fittichen der Prohibition steht. Das heißt, dass auch noch heute kein Ausschank von Alkohol dort erlaubt ist. Einer der meist verkauften Whiskeys der Welt kommt aus einer trockenen Stadt, in der es verboten ist Whiskey zu servieren. Das ist Amerika...
Heute gehört die Destille, die immer noch am Originalplatz an der "Hollow" von Lynchburg steht, zur Brown Forman Corporation- ein internationaler Mischkonzern für Spirituosen.
Jack Daniel hatte während seines Lebens unaufhörlich dafür gekämpft, seine Marke bekannt zu machen. Er nahm an vielen Wettbewerben teil, war stolz auf die Medaillen und Auszeichnungen und sehnte sich nach internationaler Anerkennung. Und heute, ja heute übertrifft sie seine wildesten Vorstellungen.
Und was hat es mit Nr.7 auf sich?
Nun, eine Geschichte besagt, dass es eine Eisnebahn-Frachtnummer auf einem Fass war. Einige sagen,  Jack hatte 7 Freundinnen oder das "J" seiner Unterschrift sah aus wie eine 7. Andere meinen, er hat sich die Zahl 7 ausgesucht, weil sie eine Glückszahl ist. Wir werden es nie genau erfahren. Den wahren Grund kennt nur Jack und den hat er mit ins Grab genommen.

Freitag, 5. März 2010

Tennessee Whiskey...Part. 2

Produktübersicht:
  •  Jack Daniels Old Nr. 7 Black Label   
Ursprünglich mit 43% Vol. wird er seit 2005 mit 40% Vol. abgefüllt.
Es handelt sich hierbei  um eine Mischung aus 5 und 6jährigen Whiskey. Von goldener Bern-
steinfarbe bieten sich Aromen von gebranntem Karamell, Frucht-Töne und etwas Rauch und Eiche. Am Gaumen süßlich mit leichten Toffee Tönen. Anfangs recht wuchtig (kräftiger Körper) wird er im Abgang weicher mit lang anhaltenden Geschmack.
Er ist heute der der meist verkaufte amerikanische Whiskey der Welt.
40% Vol.
  • Jack Daniel's Old Nr. 7 Green Label    

Das ist der originale Jack Daniel's. 1884 herausgebracht war das unverwechselbare grüne Etikett, bis zum Erscheinen des Black Labels fast 35 Jahre später. Es handelt sich um einen vierjährigen Whiskey, der einige Monate früher abgefüllt wird wie der Nr.7 Black Label. Er besitzt die leichteste Nase von allen Jack Daniel's und ist von der Süße nicht ganz so strukturiert wie der beschriebene Nr.7 Black Label. Auch die Beschaffung des Green Labels erweist sich etwas schwieriger (der Vertrieb für Europa wurde eingestellt) und ist im eigentlichen mehr für den  amerikanischen Markt gedacht.
40% Vol.
  • Jack Daniel's Single Barrel               
Jedes Fass Jack Daniel's Single Barrel ist ein Unikat. Erst durch die strenge Auswahl des Masters und sein Master Tasting Team werden die besten von ihnen (weniger als jedes hundertste) zu Jack Daniel's Single Barrel. Jede Flasche trägt die Nummer ihres Herkunftsfasses auf dem Etikett. Aus einem Fass gibt es nur 180 bis 270 Flaschen. Die Differenz ergibt sich ganz natürlich aus der unterschiedlichen Verdunstungs- rate des Whiskeys. Seine Farbe ist von rötlichen Bernstein. Ähnlich wie der Nr.7 Black Label im Geschmack, sind seine Aromen dennoch nicht wesentlicher ausgeprägt.
0,7 Fl., 45% Vol. für den Export
0,75 Fl., 47% Vol. für den US Markt
  • Jack Daniel's Silver Select Single Barrel
Fast nur im Duty Free erhältlich, ist dieser der mächtigste von Jack Daniel's. Seine Vorgaben sind die dem Single Barrel gleich. Trotz seiner Stärke ist er im Körper etwas leichter als andere Editionen des Hauses. Angenehme süße und bittere Töne verteilen sich im Geschmack mit Anklängen von Vanille und einem Zusammenspiel von Karamel und Eiche. Durch seine Einzelabfüllung, die genauestens auf dem Etikett am Flaschenhals festgehalten wird (Fass Nr., Regal Nr. Abfüll-Datum) bleibt er wie der Single Barrel ein Individualist.
50% Vol.
  • Gentlemen Jack
Der Gentlemen Jack, 1988 herausgebracht vom Master Dis- tiller Jimmy Bedford. Gentlemen Jack Rare ist ein 4jähriger Whiskey und versprüht einen einzigartigen Charakter voller Nuancen und Aromen. Sein besonders weicher Geschmack und sein mildes Aroma erhält er nach der Fassreifung durch ein weiteres Durchlaufen der Kohle- filtration (Charcoal  Mellowing Verfahren). Helle Bernsteinfarbe, leichte Noten von Rauch und Frucht, zarte Würzigkeit mit sanftem und süßem Ende.
40% Vol.


  • Jack Daniel's Barrel House
Heraus gebracht im Jahre 1994 und eine bleibende Rarität, die wohl nur in kleinen Chargen immer wieder hergestellt wird. Ein Jack Daniel's von besonderer Qualität. Die besten Fässer kommen aus dem "Bussard Horst" des Lagerhauses Nr.1, dem Barrel House, Des Jack Daniel's Gelände. Sieben Stockwerke (Fass Regale) befinden sich in diesem eisenverkleidete Lagerhaus. In dieser Höhenluft reift ein ganz besonderer Whiskey heran. Mächtig intensive Eichen Töne, gespickt mit malzigen Anfängen bis hin zu einer holzigen und würzigen Süße mit einem sehr langen Nachklang.
47% Vol.
ol.
  • Jack Daniels Gold Medal 1915 
Im Jahre 1915 nahm Jack Daniel's Neffe Lem Motlow in London an der internationalen Whiskey Messe teil und gewann mit Jack Daniel's Tennessee Whiskey die fünfte internationale Gold- medaille. Aus diesem Anlass wurde die Jack Daniel's 1915 Gold Medal Sonderflasche heraus- gebracht und heute limitiert aufgelegt. Diese Abfüllung ist komplex und ausgewogen und hält Aromen von süßen Früchten, Leder, Ahornsirup, Vanille und Zitrusfrüchten bereit. Mit süßlichem Finish bleibt er lang im Abgang.
43% Vol.
  • Jack Daniel's Gold Medal 1904 
Ausgezeichnet am 30. April 1904, wurde Jack Daniel's Tennessee Whiskey von einer inter- nationalen Jury mit seiner ersten Goldmedaille prämiert. Zu diesem Anlass wurde damals die 1,5 Liter Sonderflasche Jack Daniel's Old Nr.7 entwickelt und zum hundertjährigen  Gold-Jubiläum im März 2004 limitiert neu aufgelegt.
45% Vol.
 

Darüber hinaus gibt es noch weitere Dekanter (Sonderflaschen) Abfüllungen, die meist für betsimmte Anlässe und/oder Auszeichnungen her gewürdigt wurden/werden. Die Inhalte sind meist aus den mittleren Fass Lagen zusammengestellt. Nicht wirkliche große bzw. neue Jack Daniel's Whiskeys, viel mehr bestimmte Blends.


Eine weitere Sonderflaschen Edition ist die "Scenes from Lynchburg". Diese sollen die Town of Lynchburg ehren, wo der Jack Daniels entsteht. Es gibt sieben verschiedene Motiven. Der Inhalt ist Old Nr.7 Black Label. Für Europa in 1 Liter Flaschen
43% Vol.

Mittwoch, 3. März 2010

Tennessee Whiskey...Part. 1









JACK DANIEL'S Tennessee Whiskey, aus Lynchburg in Tennessee, USA, einem Nachbarstaat Kentuckys. Hier gibt es nur noch zwei Destillen - die Jack Daniel's Distillery und die George Dickel Distillery. Jack Daniel's, bekannt in der ganzen Welt und zu weilen oft noch immer falsch verstanden. Er ist weder Rye noch Bourbon Whiskey, er ist ein Tennessee Whiskey! Auch wenn er in früheren Zeiten als Bourbon oder gar als Tennessee deklariert wurde, so ist er doch seit 1941 von der Regierung per Gesetz als ein eigenständiger Whiskey Stil eingetragen. Worin unterscheidet sich nun ein Tennessee von anderen? Nun, die Bezeichnung kommt nicht nur daher das die Destille in Tennessee liegt, nein vielmehr definiert sie sich in ihrer Herstellungsweise. Selbst in der Schreibweise ist man sich bei einem Tennessee Wihskey nicht einig. Bei Jack Daniel's schreibt man diesen mit ey-Whiskey, während bei George Dickel er nur mit y-Whisky geschrieben wird. Tennessee Wihsk(e)y und Bourbon Whiskey werden bis vor der Filterung und Fassabfüllung auf fast gleiche Weise produziert, und zwar aus mindestens 51% Mais, Roggen, Weizen oder Gerste. In der Jack Daniel's Distlliery stellt man in etwa ein Mischungsverhältnis auf von ca. 80% Mais, 12% Roggen und 8% Gerstenmalz. Diese Getreidemischung wird mit dem Besonderen Wasser eingemaischt. Ein
ganz besonderes Wasser - Jack Daniel errichtete seine Destille an diesem Platz, weil das Wasser der hier ent- springenden Kalksteinquelle völlig frei von Eisen ist und sich somit optimal bis dato für die Herstellung des Whiskeys erweist. 20% der alten (vorangegangen) Getreide- maische (Sour Mash Anteil) werden jeder neu angesetzten Getreidemaische zugeführt. Dieses Verfahren wird auch Sour Mash genannt. Sour Mash dient einzig und allein der Einstellung eines für die Hefen zuträglichen pH-Wertes, was bedeutet, der neu angesetzten Getreidemaische wird ein Teil der der Destillationsrückstände (Stillage) wieder zugesetzt. Nachdem die Getreidemaische mit frischem Quellwasser zubereitet wurde, ist sie chemisch neutral, ein Wert in dem die Hefen nicht optimal arbeiten können. Der Zusatz eines Teils der sehr sauren Stillage (aus der vorangegangenen Maische) führt zu einer Ansäuerung der gesamten Maische auf einen optimalen pH-WEet um die Hefe in Arbeit zu bringen. Eine Arbeitsweise, die den Bourbon genau so wie den Tennessee betrifft. Was zeichnet aber noch einen Tennessee aus? Die spezielle Holzkohlefiltration, die ihn so einzigartig macht. Der frisch destillierte Whiskey durchläuft vor der Abfüllung eine ca. 3m hohe Holz- kohleschicht aus Ahorn. Die zu diesem Vorgang verwendete Ahornholzkohle wird in der Jack Daniel's Distillery von Köhlern, die ebenfalls zur Destille gehören, hergestellt. Dazu gibt es eine extra Brennstelle auf dem Gelände, wo die Ahornstämme zu einem hohen Stapel aufgetürmt und entzündet werden. Die gewonnene Holzkohle wird dann auf die entsprechende Größe zerkleinert, ähnlich der uns bekannten Größe der häuslichen Grillholzkohle.
Tropfen für Tropfen - dieser Vorgang dauert länger als eine Woche (ca.12 Tage). Durch diese Filterung werden dem Whiskey die unerwünschten Fettanteile entzogen, die bei jeder Herstellung entstehen, unerwünschte Aromabestandteile werden ausgefiltert und der Whiskey nimmt die rauchigen Aromen aus der Holzkohle auf. Am Boden wird durch eine Baumwolldecke der durchgetropfte Whiskey nochmals gefiltert. Dieses spezielle Filter-Verfahren nennt man " charcoal mellowing" oder "leaching" oder auch "Lincoln County Process". Danach wird der Whiskeyin Eichenholz Fässern abgefüllt. Es werden stets nur neue Fässer verwendet. Auch diese stellt Jack Daniel's selber her und werden vor der Befüllung ca. 10 min lang ausgebrannt. Befüllt geht es nun in die riesigen Lagerhäuser, den sogenannten "Barrel Houses". Hier liegen die Fässer über mehrere Stockwerke. Nach frühestens vier Jahren wird der Whiskey abgefüllt, die jeweiligen Fassabfüllungen miteinander vermischt und anschließend in Flaschen abgefüllt. Jack Daniel's zitiert dazu folgendes: "Wir alle wissen, dass Alter nicht automatisch Reife bedeutet. Das gilt für Menschen genauso wie für Whiskey. Die Reife wird durch Erfahrung bestimmt. Bei einem Whiskey kommt es nicht allein darauf an, wie lange er im Fass gelagert wird, sondern vor allem darauf, welchen Einflüssen er ausgesetzt ist. Dadurch erhält er seine kraftvolle Farbe, seinen Charakter und Geschmack, die wir als Reife bezeichnen (...). Das Alter allein ist zuverlässiges Maß für Qualität und Charakter eines Whiskeys. Darum bestimmen unsere Taster mit einem kleinen Schluck, wann der Whiskey fertig ist.

Was folgt:

- Produkte
- Historie
- Resonanz?

Sonntag, 14. Februar 2010

Scapa 16 years...

In einer kleinen Unterhaltung und tasting über den neuen Scapa 16 Years kann ich leider keine Begeisterung beisteuern.
François Cambier, Marketing Manager bei Pernod Ricard erklärt; So einzigartig wie die Natur seiner Heimat, die schottische Insel Orkney, ist auch das Aroma von Scapa 16 year old: samtig-leicht und mit Noten von Ingwer, Honig und Früchten. Der Scapa 16 year old überzeugt dabei nicht nur durch sein mildes Aroma, sondern begeistert auch mit einem vollkommen neuen Markenauftritt. Die schlanke und elegantere Flaschenform ziert eine stilisierte "Yole" - das typische Boot der Orkneys - und stimmt Scapa-Genießer bereits vor der Verkostung auf den Island Malt und dessen besondere Herkunft Orkney ein.
An sich kein schlechter Malt, stellt für mich aber keine wirkliche Bereicherung da. Persönlich fand ich den 14jährigen sehr gut (besser). Er war ausgewogen, hatte Geschmack - Körper - Aroma, eigentlich alles was solch ein Malt braucht. Der 16jährige als Nachfolger - auch nicht schlecht aber der Preis (fast verdoppelt) für das was mich hier begrüßt, nein. Zwei Jahre mehr auf den Buckel und ein neues Label, welches wohl mehr den Hobby Segler ansprechen soll. Na ja, ich will ihn nicht tot reden aber gerechtfertigt ist das Preis-Leistungsverhältnis in meinen Augen in keiner Hinsicht. Schade, ich werde wohl die letzten Bestände des 14jährigen aufsuchen müssen bevor diese die Preiskategorie des Nachfolgers erreichen, wenn dies nicht schon geschehen ist. 
Fazit: Zwei Jahre mehr müssen nicht immer besser sein und ein neues Label lässt für gewöhnlich gern neue Preise erklären.
Der 14jährige ist tot, es lebe der 14jährige...

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Bitterliche Töne...

Für diese kalte (winterliche/weihnachtliche) Jahreszeit preise ich meinen Gästen einen Old Fashioned an, der durch seine assoziierenden Aromen entsprechend für Wärme und vielleicht für Einstimmung sorgt.
Die Wahl der Zutaten;
- 6cl Pikesville Supreme Straight Rye Whiskey 40%
- 8-10 Dashes Lavendel Bitter* & 2 Dashes Angostura Bitter
- nicht ganz einen Barlöffel Zimt aromatisierter Zucker**
- Orangen Zeste
Im Gästeglas (Old Fashioned Glas) aufbauend und mit einer Orangen Zeste abgespritzt. Soda gebe ich sepperrat dazu. Nichts Besonderes und schon gar nichts Neues - richtig. Das einzige was sich ändert ist die Zugabe von Lavendel Bitter und statt normalen Zucker halt der Zimt aromatisierte Zucker. Statt Eiswürfel eine schöne große Eiskugel...

* Lavendel Bitter - habe mal wieder keine Notizen mit Mengen-Angaben gemacht (furchtbar diese intuitiven Menschen).
Die Zubereitung erfolgt Stufenweise.
Die Ausgangsbasis ist ein Vodka von 40% ca. 3/4 Liter - zwei Hände voll getrockneter Lavendel. Diesen habe ich dann im Vodka für ca. 3 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen. Danach werden Gewürznelken (ca. drei bis vier gute Barlöffel) und eine kräftige Zimtstange hinzugegeben. Das Ganze wird nun nochmals für ca. 1 Woche im Kühlschrank zum ziehen belassen. Anschließend gebe ich etwas getrockneten Zitronen-Thymian hinzu und lass das Ganze für ca. zwei Tage bei Zimmer Temperatur ziehen. Nach Beendigung der Zieh-Zeit, wird der Bitter herunter gekühlt (ca. zwei bis drei Tage, bei min. 6-8 Grad. Das wirkt sich positiv auf das Filtern aus. Hierzu nehme ich als erstes ein Feintuch aus Baumwolle und anschließend einen "Alkohol-Industrie-Filter". Hat Ähnlichkeit mit einem Kaffee-Filter, nur größer und dichter. Und jetzt- Geduld, es tröpfelt und tröpfelt. Abfüllen bzw. Umfüllen tue ich den Bitter in alte gebrauchte Bitter Flaschen (TBT o.ä.)
Der Lavendel Bitter sollte sich dann folgendermaßen beschreiben lassen.
"Pur ungenießbar - zu starke,- herbe - und bittere Noten. Ja, so soll es sein- ein Bitter halt. Begleitet von Aromen der Gewürznelken die definitiv erst als zweites wahrnehmbar sind und unterschwellig kommt der Zimt ganz dezent (wenig spürbar).


**
Zimt aromatisierter Zucker- ist eine ganze simple Sache mit großem Effekt. Ich gebe in eine versilberte Zuckerdose einfache eine 1/2 Zimtstange. Diese gibt ein wundervolles Aroma an den Zucker ab. Das schöne ist, dass der Zucker nur wenig von den Zimt Aromen annimmt. Dieses zeigt sich im Old Fashioned auch nur ganz dezent - mehr Unterschwellig.

Die hohe Menge an Lavendel Bitter ist erforderlich, damit entsprechend die Aromen im Whiskey erhalten bleiben.

PS: Wer jetzt behauptet, dass die Zubereitungszeit für die jetzige Zeit nicht mehr ausreicht, ja dem muss ich leider zustimmen. Aber eine Lösung lässt sich immer finden. Da ist sie - bei hoher Temperatur mazerieren (ziehen). Man sucht sich einen Platz/Ort, an dem die Temperaturen weit über der Raum-Temperatur liegen. Zum Beispiel: Heizungsraum, Küche. Dabei muss halt täglich Überprüft werden, wie sich das ganze entfaltet. Cheeres!!!

Freitag, 3. Juli 2009

Whiskey Smash




Eine wahre Freude ist es, an heißen Tagen - lauen Sommerabenden den einen oder anderen Smash zu fertigen.
Smashes sind mit den Juleps verwandt und zählen zu den alten Getränkekategorien, die leider sehr in Vergessenheit geraten sind. Über die Tiefgründigkeit und Richtigkeit bestimmter Details, lässt sich auch hier wieder mal bis ins Tausendstel diskutieren. Will ich aber nicht!!!
Ein Smash wurde/wird mit der ausgesuchten Spirituose (Whiskey, Gin, Brandy), Zucker/Zuckersirup, etwas Zitronensaft und frischer Minze zubereitet. Die Minze wird gemuddelt und mit den weiteren Zutaten geschüttelt (oder auch gerührt) und anschließend durch ein Feinsieb gestraint. Als Trinkglas kann hier ein Tumbler sowohl auch ein bauchiges Stielglas dienen. Mit crushed ice füllen und mit frischen Früchten ausgarnieren.
So wäre eine schnelle Einführung zum Thema Smash.

Meine Version eines Whiskey Smash ist folgende.
Ich nehme eine gute Menge Minze und 2 gut gehäufte Barlöffel Rohrzucker. Die Minze wird nun stark gemuddelt. Anschließend gebe ich etwas Wasser (2 Barlöffel - Schmelzwasser) hinzu um den Zucker aufzulösen. Den Saft einer halben Zitrone presse ich direkt darüber, um etwas Zitronenöl mit einzufangen. Jetzt ca. 5cl Bourbon Whiskey und evtl. noch 1-2 dashes Fee Brothers Old Fashioned Bitters hinzu, kräftig shaken und anschließend Feinstrainen. Als Drinkglas nehme ich einen Silberbecher (versilbert), fülle es mit crushed und garniere, nach dem strainen, mit einen Minzezweig und einer halben Zitronenscheibe.
Es ist ein sagenhafter und vor allem erfrischender Drink, der in all seinen Abhandlungen eine wahre Bereicherung ist.

Cheers!!!

Mittwoch, 4. März 2009

Thomas...die Hausaufgaben


Übermut?! Oder Mut zum Mythos?


Eines Abends saß Thomas, mittlerweile ein guter Freund von mir, bei mir an der Bar und fragte mich, ob ich denn schon mal mit Malt Whisky eine Kreation gewagt hätte. Diese Frage musste ich mit einem klaren NEIN beantworten.

Malt Whisky, ein Mythos zu vermixen…ich tat mich bis Weilen schwer damit. Aber dennoch war ihm danach, einen seiner Lieblinge (Laphroaig 10 Jahre) in dieser Stunde zu genießen, nicht pur, sondern sein charismatisches Geschmacksprofil in einer noch nicht bekannten Mixtur zu erleben.

Eine Herausforderung!


Wir überlegten gemeinsam…er als Cocktailgenießer und Feinschmecker.

Nach einigen Feinarbeiten und letzten Schliffen kam folgendes heraus.


4 cl Laphroiag 10 Jahre

2 cl Carpano Antica Formula

2 Dashes Gomme Sirup

3 Dashes TBT Aromatic Bitter

2 Dashes TBT orange Bitter


Bevor die ganzen Zutaten im Rührglas auf Eiswürfel gerührt werden, wird eine Orangen Zeste flambiert (die ätherischen Öle werden in das Rührglas "abgebrannt") und hinzu gegeben (mit rühren).

In einem Südweinglas (oder ähnliches in dieser Form) ohne Eis und Deko soll er sich präsentieren.


Da stand er nun, gefüllt in einem schönen Glas, aber ohne Namen.

Sein Wunsch, meine Herausforderung, kein Name…seine Hausaufgabe!!!

So lang diese Hausaufgabe nicht erledigt ist, wird dieser Drink mit dem Namen -Mythos- reserviert...






Montag, 23. Februar 2009

Rosso Antico


Man kennt sie, die verschiedenen Vermouth's...
Ob Martini,-Cinzano,-Noilly Prat,-Carpano Antica Formula,-Punt e Mes und weitere Vermouht's, sie alle erfahren ihren Einsatz in bekannten Drinks.
Ich habe eine kleine Vorliebe für den Rosso Antico Vermouth.
Seine rubinrote Farbe, dass Zusammenspiel von Kräutern und Gewürzen, sehr angenehm und ohne dabei Aufdringlich zu wirken. Ein Vermouth der geschmacklich zwischen Martini und Carpano Antica einzuordnen wäre.
Erweißt sich der Carpano Antico oft zu dominant, der Martini zu nüchtern, bekommt man mit dem Rosso Antico einen ausbalancierten Geschmack.
Einfach mal selber ausprobieren!!!

Hier (m)ein Vorschlag

-Frenchman in Manhattan-

3 cl Old Overhold Rye Whiskey
3 cl Remy Martin VSOP
3 cl Rosso Antico

3 Dashes TBT Aromatic Bitter
3 Dashes TBT Orange Bitter

1 Würfelzucker

Im Rührglas zubereiten, dabei den Würfelzucker mit den Bitters tränken und zerstoßen. Die weiteren Zutaten hinzugeben und auf Eis gut verrühren.
In ein Becher Glas auf Eiswürfel abseihen und mit einer Orangen Zeste garnieren.
Cheerio!!!


Bezugsquelle - Barfish -