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Donnerstag, 12. Juni 2014

Café Cubano Daiquiri ...

Der Daiquiri, erfrischend, lecker und immer eine gute Wahl. Unzählige Variationen zieren diesen Drink, erfreuen und erfreuten nicht nur die Kehlen namentlicher Größen wie Hemingway & Co.
Ein sommerlicher Drink schon für die Nachmittagsstunden, nach oder vor einem Café. Aber warum nicht beides gleichzeitig? So kam mir die Idee, beides miteinander zu kombinieren - Café á la Cuba oder kurzum Café Cubano Daiquiri. An sich eine simple aber schmackhafte Sache.
Meine Wahl viel auf Bacardi 8 Jahre. Ein weicher und harmonischer Rum der in Puerto Rico hergestellt wird und sich für diese Mixtur hervorragend eignet. Gleichzeitig möchte ich mit dieser Wahl auch eine kleine Hommage an  das Haus Bacardi zollen, zu Zeiten als Bacardi noch auf Cuba ansässig war.
Frischer Limettensaft - ganz klare Sache und hellbrauner Rohrzucker im ausbalancierten Verhältnis (50:50) sorgen für die Ausgewogenheit.
Der Kaffeegeschmack soll nicht dominieren, viel mehr harmonisch das ganze begleiten. Vier ganze Kaffeebohnen der Marke "Hausbrand" waren dafür völlig ausreichend, um in der Nase als auch am Gaumen leichte Kaffeearomen zu schaffen. Es ist gut Möglich, dass Bohnen anderer Marken das Aroma verändern. Ob dann auch 4 ganze Bohnen ausreichen oder ob man die Menge erhöhen oder verringern muss hängt ebenfalls davon ab. Einfach ausprobieren! 

Ein herrlich erfrischender Drink, mit Aromen von gereiftem Rum und Café!


Zutaten:
2cl frischer Limettensaft  
2 BL brauner Rohrzucker 
6cl Bacardi 8 Jahre
4 ganze Kaffeebohnen


Zubereitung:
Alle Zutaten kräftig und lang shaken, anschließend durch ein Feinsieb in eine vorgekühlten Cocktailschale  abseihen.


Eine kleine Zigarre dazu? Warum nicht! Denn Rum, Tabak und Café passen wie die Faust auf's Auge und das Ganze eiskalt.

Cheers!!!



Sonntag, 23. September 2012

GIN-Buch // GIN alles über Spirituosen mit Wacholder

Vom einstigen Schattendasein losgelöst, hält Gin heutzutage wieder verstärkten Einzug in die Sortimente und belebt die Barkultur mit neuem Glanz. Alten Cocktailrezepturen wird neues Leben eingehaucht, und sowohl Connaisseure als auch die Bartenderzunft können mittlerweile auf ein breites Spektrum an Wacholderspirituosen zurückgreifen. 
Höchste Zeit also für eine Hommage an diese edlen Tropfen! Das umfassende Handbuch für jedermann bietet einen kompakten Überblick über Gin, Genever und Wacholderbrände. Es informiert über Zutaten, Herstellung sowie die wichtigsten Marken und führt durch deren Geschichte bis hin zur Cocktailära, der die Welt großartige Mixturen verdankt. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich die verschiedenen Martini-Cocktails und klangvolle Klassiker, die ihren Ruhm alten Hollywoodfilmen verdanken.
Die Gin-Renaissance ist in vollem Gange und präsentiert sich hier in neuem, frischen Design mit einer erstaunlichen Vielfalt.
Mit Sinn für Qualität und echter Leidenschaft für "Spirituosen mit Wacholder" geschrieben, ist es ab sofort im Buchhandel bestellbar.

ISBN-10:   3905834189
ISBN.13:   978-3905834185
Sprache:    Deutsch
Verlag:      édition gastronomique, Zürich     
Taschenbuch mit Prägung,  263 Seiten, farbliche Abbildungen.
Preis:         41,50 €
www.gin-buch.de

Freitag, 13. April 2012

Frühlingserwachen...

Verwöhnt von den Temperaturen im März, schüttelt es einen jetzt um so mehr. Typisches Aprilwetter...

Wie dem auch sei, kommen wird er gewiss, der Frühling und mit ihm die Lust auf Erfrischung. 
 Aromatisch und nicht zu stark, hör ich immer wieder von meinen Gästen. Nach dem man nun das eigene Portfolio   dieser Kategorie schon durch gemixt hat, wird es wieder mal Zeit für neues.  Inspiriert vom Pimm's Cup, der sich bei uns großer Beliebtheit erfreut, wollte ich diese Richtung beibehalten. 
 Das kam dabei heraus:


- Rosmarin, Ingwer, Zucker, Zitronensaft, Pimms Nr.1, Angostura Bitter, Tonic -


Als erstes wird der Rosmarin (je nach Stärke und Aroma - ca. 1-2 Zweige) und ein Barlöffel frischer Ingwer mit der Menge von 1,5 Barlöffel weißem Zucker ordentlich zerdrückt. Ein freudiger Arbeitsschritt, da hier schon die Aromen einen selber in die Nase steigen und das Umfeld ebenfalls nasal betören. 
 Anschließend werden die weiteren Zutaten hinzu gegeben: 5cl Pimm's Nr.1, 4 Dashes Angostura Bitter und 2cl Zitronensaft. Das ganze kräftig shaken und in einem mit Eiswürfel gefüllten Logdrink Glas durch ein Feinsieb abseihen. Mit etwas Tonic auffüllen und mit einem Rosmarin Zweig und einer dünnen Gurkenscheibe garnieren.
Cheers!!!


Wer die eine oder andere Inspiration sucht/braucht, dem  möchte ich folgendes Buch empfehlen:
"Cocktails - Die besten Drinks der legendären Apotheke Bar in New York"
von Albert Trummer und Markus Metka
(Siehe rechte obere Blog Seite)


Dienstag, 13. März 2012

Ricard Créateurs


Bei einem Rundgang durch die Wein- und Spirituosenabteilung eines Kaufhauses, strahlte mich diese sonnige Flasche von Ricard an. Oh, ein neues Produkt von Ricard? Weit gefehlt, es handelt sich hier um ein neues Flaschen Design mit Korkverschluss, welches wohl in limitierter Form zu erscheinen mag.    0,7L / 19,99 €
Der Inhalt bleibt gleich, doch die Fassade regt zum kauf an. Her damit!!!
Das stimmt auf den Frühling ein, der sich pö a pö ankündigt und darüber hinaus mag ich Pastis!!!

Ricard - hier einiges zum Produkt. 
Entnommen von der Ricard Webseite:

Seit Paul Ricard 1932 seinen Pastis erfand, ist das Originalrezept unverändert geblieben. Hergestellt wird er im Süden Frankreichs an einem geheimen Ort, abgeschirmt von den neugierigen Blicken der Öffentlichkeit. Sternanis, Extrakte von Süßholz, aromatische Kräuter der Provence - sie werden streng nach dem Originalrezept des Meisters zusammengestellt und zu vollendeter Harmonie geführt, bis ein echter Pastis de Marseille, ein Ricard, daraus geworden ist.

http://coursecamarguaise.midiblogs.com/media/00/01/356924927.jpg
Es war 1932, als Paul Ricard beschloss, seinen eigenen Pastis zu kreieren. Das Absinth- Verbot in Frankreich lag sieben Jahre zurück. Paul Ricard suchte nach einer Mischung und Zusammenstellung, die nicht das Nervengift Thujon der verbotenen "grünen Fee" enthielt, aber trotzdem den frischen belebenden Geschmack des Anis hatte. Gerade dieser war es nämlich, weswegen der Absinth Ende des 19., Anfangs des 20. Jahrhunderts so geschätzt war.
Ein Jahr lang analysierte er Hunderte von Aromen, kombinierte sie, brachte sie in Einklang und perfektionierte seine Extraktions- und Mazerationsmethoden. 1932 war es soweit, die Mischung war gefunden, der Pastis war geboren und mit ihm ein Geschmack, der die Welt erobern sollte. "Ich nenne es Ricard, den Pastis von Marseille", sagte Paul Ricard stolz. Er gründete ein unternehmen, um seinen Landsleuten das neue Getränk präsentieren zu können. Es rief sofort einen Begeisterungssturm hervor und avancierte binnen kurzem zum Kultgetränk der ganzen Nation. Jede Flasche versah Paul Ricard mit seinem Credo: "Ich verbürge mich für die hohe Qualität meines Pastis und bin stolz auf seinen unnachahmlichen Geschmack. Mein Name garantiert Ihnen Genuss. "Daran hat sich bis heute nichts geändert".


Nicht nur pur auf Eis oder mit vermischt mit eiskaltem Wasser (1:5) ist Ricard ein Genuss, sondern auch als Mixtur mit Zitronensaft und Mandelsirup:
5cl Ricard  -  2cl Zitronensaft  -  2cl Monin Mandelsirup
Shaken, in einem mit Eiswürfel gefüllten Tumbler abseihen und mit etwas Soda abspritzen. Cheers!


Mittwoch, 1. Februar 2012

Hangover...

Es muss nicht immer Bloody Mary sein...

Ein guter Freund und Stammgast eröffnet gern den Abend mit einer pikanten Bloody Mary. Warum nicht...

Heute sollte ihn jedoch eine neue Kreation zwischen Bloody Mary und Gazpacho treffen.
Es war Zeit für Veränderungen und dafür ist er zu haben. Also dann...

Mir kam vor einigen Tagen diese in den Kopf und nach den ersten Umsetzungen habe ich selbst Gefallen daran gefunden. 
Grund genug, um diese mit Euch zu teilen...



4cl Tanqueray Gin ( besser noch Gin Mare)
2 Barlöffel Martini D'oro
4cl Tomatenwasser
1cl Limettensaft
1 Barlöffel Zuckersirup
1 gute Prise Salz
1 Stk. Paprika 
1 Messerspitze fr. Chili oder Peperoni

Das Stück Paprika und Chili/Peperoni wird im Shakerglas mit einer guten Prise Salz kräftig zerstoßen. Danach gebe man alle weiteren Zutaten hinzu und shake kräftig. Das Ganze wird durch ein Feinsieb  in ein Cocktailglas abgeseiht und mit einem Paprikastreifen garniert.

Cheers!!!


Tomatenwasser:

Tomaten vom Inneren (Fleisch und Kerne) befreien und würfeln. Das getrennte Fleisch und Kerne extra pürieren. 
Die Tomatenwürfel und das Pürierte werden jetzt in einem mit Mulltuch oder sonstige Baumwolltücher ausgelegten großem Passiersieb zum abtropfen gelassen. Es empfiehlt sich das Ganze mit einem Teller o.ä. zu beschweren. So erhält man "klares" Tomatenwasser.
Diese Vorbereitungsarbeit empfiehlt sich über Nacht zu halten, da es einige Stunden des Abtropfen in Anspruch nimmt. 
Im Übrigen eine tolle Grundlage für viele andere Mixturen und/oder Küchenideen. 

Dienstag, 17. Januar 2012

19 Bonnie & Clyde 34...

Eine Nachricht die ich im Radio hörte und die mich zu diesem Post veranlasste...

Bonnie und Clyde, wer kennt sie nicht, dass berühmte Gangsterpaar aus den 30er Jahren der USA-Geschichte.
Filme wurden darüber gedreht und Lieder verfasst (mitunter auch die Die Toten Hosen), aber in welcher Form diese Namen wieder Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist schon etwas eigen. Am 21. Januar sollen Waffen, eine Maschinenpistole als auch ein Schrotgewehr, von Bonnie und Clyde in ein Auktionshaus in Missouri versteigert werden. Mehr dazu hier...

Wer sich für die Biografie des berühmten Gangsterpaares interessiert, für den habe ich hier etwas zu lesen.

Nun kann man denken wie man will und die Versteigerung als moralische Frage/Ansicht  aufbringen, die ich für mich schon beantwortet habe. Amerikaner...

Dennoch spukte es gleich in meinem Kopf und es kreierte sich darin in ungewollter Weise eine Mixtur, die ich gleich ausprobieren musste. Puristisch, eigen und doch amerikanisch...
Und das kam dabei raus - ein kräftiger amerikanischer Whiskey - guter Cognac - Kaffeebohnen - Zucker - Cocktail Bitter.

4cl Bourbon oder Rye Whiskey 
(Makers Mark Bourbon W. oder Pikesville Rye W.)
1cl Coganc 
(Rémy Martin VSOP)
6 Dashes Angostura Bitter 
(oder auch 4 Dashes Angostura und 3 Dashes TBT Creole Bitter)
6 Kaffeebohnen 
1 Würfelzucker

Ich weiß, ziemlich viel "oder", aber ich kann mich einfach noch nicht festlegen. Kommt noch!


 Zubereitung:    


- 19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail -

Die Kaffeebohnen und den Zuckerwürfel im Shaker gut zerstoßen, alle weiteren Zutaten hinzu geben und mit der Rückseite des Barlöffels (Stößel) weiter stoßen und rühren, bis der Zucker gut aufgelöst ist. Das Ganze nun gut shaken und durch ein Feinsieb in ein Cocktailglas abseihen.

Klare Ansage, nichts für Safttrinker, vielmehr für Puristen die es kräftig mögen und ein Hauch von Kaffee nicht verschmähen.
Ich widme diesen "19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail" den 30er Jahren der USA-Geschichte, auf das man nichts vergesse. 

Cheers!






Samstag, 3. Dezember 2011

Antiquariat...

Man weiß um meine Leidenschaft zu alten Dingen, Bücher, Gläser Shaker uvm. Sammler mit Macke - Antiquariat?! Nö, ich bewahre nur historisches Gut, für die kulturelle Erhaltung! So erklärt sich das doch viel schöner ;-)).
Einer meiner Stammgäste hielt vor drei Tagen bei mir an der Bar dieses Buch in der Hand und fragte mich freudig, ob ich dieses denn schon hätte. Nein, war die Antwort und mein Blick fokussierte sofort das Objekt der Begierde. Mit einem breiten Grinsen seiner Seits hieß es dann - "jetzt schon...". 

"Die Haus und Hotel Bar"
von Martin Heile
Lehrbuch des Mixens, Bowle- und Punsch- Brauens für den Hotelier, Gastwirt und Privatgastgeber
Fachbuchverlag "LUCULLUS", Chieming am See

Ein kleines Alkohol-Lexikon für kultivierte Gaumen und solche, die es werden wollen, 139 Seiten. 


Dieses ungefähr 1950 erschienene Buch enthält die Rezepte für 73 Cocktails, 39 Bowlen und 35 Punsche. Daneben verschiedene Hausmischungen internationaler Bars.
Illustrationen auf 2 farbigen und 9 s/w - Seiten.


Die aufgeführten Mixturen sind Teilweise etwas eigen aber dennoch interessant. 


Ein kleiner Einblick ins Buch:


Claret-Cuo à la Delmonico


Delmomico's - "known all over the world as New Yorks most prominent restaurant" heißt  der Sammelpunkt der politischen Diktatoren, der Petroleum-, Stahl- und Eisenbahnkönige der freien Republik jenseits der großen "kalten Ente", die auf den Seekarten prosaischerweise als Atlantischer Ozean bezeichnet wird. Nicht nur eine Auslese des starken Geschlechts stillt dort seinen republikanischen bzw. demokratischen Durst, auch das bei weitem stärkere Geschlecht Amerikas, fair sex genannt, entsendet seine schönsten Vertreterinnen zu Delmonico's und setzt manche Million Dollars wieder in Umlauf, die sonst in shares oder bonds angelegt worden wäre.


Der Barchef, der für einen Markmillionär kaum noch ein kollegiales Kopfnicken übrig hat, gewöhnliche Frankenmillionäre aber schon gar als arme Reisende ansehen könnte, verriet uns in einer leutseligen Stunde das Rezept, bei dem sich der alte Vanderbilt und sein Schwiegersohn, der Herzog von Marlborough, gefunden haben:


Je ein Likörgläschen voll Curacao Triple Sec, Chartreuse, Cognac, Cherry Brandy, Maraschino, Jamaika Rum, ein Esslöffel Zucker, 1/8 Rotwein (Cote du Rhone), ein Streifen frische Gurkenschale, ein achtel Bündchen Krauseminze.
Einige Eisstücke und reichliche Dekoration, den Glasrand einer großen Ohioschale mit Zitrone einreiben und in Zucker tauchen.
Eine Zitronenspirale aus einer ganzen Zitronenschale in das Glas einhängen lassen und weiter mit einer Dekoration von Beerenfrüchten, Zitronen, Orangen, Ananasscheiben, Gurkenschale, Olive, Kirschen, Bananen und weiteren Saisonfrüchten garnieren.



Mittwoch, 16. November 2011

EUROPE CONTEST...

Was ich so alles mag...

Nun, Campari und Chartreuse gehören definitiv zu meinen Favoriten und das gern ohne alles. 
Doch heute kam mir der Gedanke; wie wäre es, wenn man französische Romantik mit italienische Leidenschaft kombiniert? Und damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt, soll das ganze durch die Bittere Wahrheit aus Deutschland begleitet werden - Süßes sonst gibt's Saures!!! Auf beides wird nicht verzichtet.

Los geht's!!!

3cl Campari
2cl Chartreuse Verte
1,5cl Zitronensaft
1 BL Läuterzucker
2-3 Dashes TBT Creole Bitter

Das Ganze shaken, in ein Cocktailglas abseihen und mit einer Zitronenzeste abspritzen.

Cheers!!!

Freitag, 7. Oktober 2011

Haustrunk...

Ach was gibt es Feineres als ein Feierabendtrunk...Wie blöd nur, dass ich meistens nach Feierabend mit dem Auto fahren muss. Macht nichts, daran habe ich mich schon gewöhnt und da die Münchner Polizei zur nächtlichen Stunde gern ihre Präsenz zeigt, heißt es o,o zu bleiben -Mikrokosmos München. Also, daheim angekommen gönne ich mir gern mal noch einen Drink. So auch heute und absolut unspektakulär, aber dennoch Mitteilungsbedürftig. Mir war nach Rum, ein Daiquiri! Mint-Daiquiri?! Aber wo zum Teufel ist die Minze? Nada, keine Minze aber dafür Zitronenmelisse... Also her damit, ist genauso grün und los geht's. Zitronenmelisse mit weißem Rohrzucker kräftig muddlen, frischer Limettensaft, ein Schuss Luxardo Maraschino und Rum (Appleton White) dazu. Kräftig shaken, durch ein Feinsieb abseihen und CHEERS....
Donnerwetter, dass kann sich sehen, äh... schmecken lassen. 
Na ja, wer hat auch schon immer Minze zu Hause??? Da sieht es doch mit Zitronenmelisse ganz anders aus - oder?! ;-)))

Samstag, 21. Mai 2011

Cuisine Style - gekocht wird danach!


Heute möchte ich mich wieder einmal den Kräutern nähern und eine Mixtur vorstellen, die mein Gaumen zu schmeicheln vermag. 
Keine neue Erfindung des Rades, vielmehr eine neue/weitere Möglichkeit zu aromatisieren. 
Ein Gimlet ist die Basis dieser Mixtur, die zusätzlich mit Rosmarin aromatisiert wird und einen mediterranen Geschmack hinterlässt.  
Je nach Beschaffenheit werden 1-2 frische Rosmarin Zweige mit etwas Zucker ordentlich zerstampft. Ein paar dashes fr. Limettensaft sollen der Süße entgegen wirken. Zu shaken sind; 4cl Cordial Lime Juice und 5cl Gin (Bsp. Gin Mare oder Williams Crisp Gin) und der zerstoßene Rosmarin. Abgeseiht wird durch ein Feinsieb, in ein vorgekühltes Cocktailglas.
Bevor dieses seinen Weg zum Mund findet, sollte der  Glasrand noch mit einem kleinen Rosmarin Zweig abgerieben und hinzu gegeben werden. 
Ein frischer Drink mit mediterranen Tönen, der sich hervorragend als Aperitif sommerliche Abende eignet.  
Cheers!

Dienstag, 17. Mai 2011

Bacardi Cocktail Part III

Es ist ein Kreuz mit diesem Cocktail! Mit oder ohne Grenadine?! Dazu lässt sich mehr vermuten als belegen.
Im Grundtenor ist die Basis ein „Daiquiri“, der gegen Ende des 19. Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte. Auch dazu gibt es eine schöne Story, die ich aber an dieser Stelle nicht weiter ausführen werde. Die Grundrezeptur eines „Daiquiri“ ist Rum – Limettensaft – und etwas Zucker. Als Rum wurde in vielen alten Barbüchern Bacardi Rum aufgeführt und wiederum auch nur die Bezeichnung Rum. Hieraus ließe sich schon schließen, dass auf Grund der vielen verschiedenen Rumsorten (nationale als auch internationale) auf Cuba, der Bacardi Rum nicht einzig und allein als Basis diente. Wohl aber für einen „Bacardi Cocktail“!

Die Zeitung „Oakland Tribune“ veröffentlichte am 13. November 1913 einen Bericht über einen neuen Cocktail in der Stadt, der aus New York kommt „Rum and Grenadine“. Die Rezeptur besagt: Man nehme ein halbes Whiskyglas portorikanischen Rum, Saft einer halben Limette, einen Spritzer Grenadine und shake diesen auf Eis. Eingeführt und bekanntgemacht wurde dieser von Rhys Thomas.

Hier findet sich nun erstmals eine Rezeptur mit Grenadine aber nicht als „Bacardi Cocktail“, sondern als „Rum and Grenadine“.

In „Recipes for Mixed Drinks“ by Hugo Ensslin (1916 edition) wird eine Version vorgestellt, die weder als „Daiquiri“ noch als „Bacardi Cocktail“ betitelt ist. Diese Mixtur wird als „Cuban Cocktail“ vorgestellt: 1 Jigger Bacardi Rum – 2 Dashes Gum Syrup – Juice of ½ Lime.
Nur ein Jahr später, also in der 1917er Edition „„Recipes for Mixed Drinks“ by Hugo Ensslin, findet man statt dem „Cuban Cocktail“ den „Bacardi Cocktail“ vor. Die Rezeptur ist die gleiche, wobei der Bacardi Rum in seiner Mengenangabe mit „Drink“ statt „Jigger“ aufgeführt wird, was aber wohl keinen Mengenunterschied ausmacht: 1 Drink Bacardi Rum -  Juice of ½ Lime – 2 Dashes Gum Syrup.

Die erste Referenz eines Bacardi Cocktails ohne Grenadine.  Aber!!!
Tom Bullock schreibt in seinem Buch „The Ideal Bartender“ von 1917,  zwei andere Versionen eines „Bacardi Cocktail“ mit Grenadine.
Die erste Version heißt schlicht und ergreifend „Bacardi Cocktail“: ½ Jigger Cusinier Grenadine – 1 Jigger Bacardi Rum.
Eher eine süße Variante, da ohne Limettensaft gearbeitet wird.

Seine zweite Version nennt sich „Bacardi Cocktail – Country Club Style“:
½ Lime Juice – 2 Dashes Imported Grenadine – 1 Jigger Bacardi Rum

Hier haben wir nun eine Referenz dafür, dass der „Bacardi Cocktail“ mit Grenadine bereits schon vor der Prohibition gemixt wurde.

So, und nun stellt sich die Frage; „Was war zuerst da, dass Ei oder das Huhn?“

Eines wird jedenfalls definitiv belegt, dass der „Bacardi Cocktail“ bereits schon vor der Prohibition mit Grenadine zubereitet wurde.

Die ersten Hinweise eines „Bacardi Cocktail“ zeigen sich in den USA (1913 Oakland Tribune und in den 1917er Barbücher) und nicht auf Cuba. Kann man davon ausgehen, dass diese Mixtur in den Staaten kreiert wurde? Allem Anschein nach – ja.

Bacardi Cocktail vs. Daiquiri:
Die Grundrezeptur beider Cocktails ist im wesentlichen gleich;


Rum

Säure
Süße
Daiquiri
Verschiedene (cub.)Rumsorten
Limettensaft
Zucker / Zuckersirup

Bacardi Cocktail
Weißer Bacardi Rum
Limettensaft
Zucker / Zuckersirup
und / oder
Grenadine Sirup

Abschließende Gedanken:
Es ist mehr eine Vermutung als Behauptung, dass der in Cuba bekannte „Daiquiri“ als Vorlage diente, um daraus eine eigene Kreation zu kopieren, die dem Original in nichts nachstehen sollte. Einzig und allein sollte dafür aber nur mit Bacardi Rum gemixt werden.  Hinsichtlich der starken Parallele zum „Daiquiri“, wäre die Zugabe von Grenadine statt nur Zucker ein weiterer Kontrast. Es gibt einige Aussagen die daran festhalten, dass es sich bei der Mixtur mit Grenadine um einen „Santiago Cocktail“ (bekannt auch als „Santiago de Bacardi Cocktail“) handelt. Da stellt sich die nächste Frage. Seit wann gibt es den „Santiago Cocktail“, der mit Grenadine gemixt wird? Ist dieser gar der Vorbote für den „Bacardi Cocktail“ gewesen oder ist der "Santiago Cocktail" der eigentliche "Barcadi Cocktail", der sich nur in der Abkürzung bzw. in ein alias -Bacardi- manifestierte? Leider habe ich dazu noch keine Antwort gefunden.

Fazit: Beide Versionen mit und ohne Grenadine sind möglich und es ist nicht einzig ein/kein Relikt aus der Zeit der Prohibition, wie man sonst vermutet hat.

Die folgende Aufführung soll einen Überblick an Jahreszahl und mit/ohne Grenadine geben.
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich damit keinen endgültigen Schlusspunkt setze, vielmehr jene Interessierte dazu bewegen will ebenfalls zu recherchieren, um Fakten und Daten zusammen zu tragen.
Im Übrigen möchte ich an dieser Stelle auf Joerg Meyers lesenswerten Blog „ Club de Cantineros“ hinweisen.   

Historische Rezepte ohne Grenadine:
  • "Recipes for Mixed Drinks", by Hugo Ensslin, (1916 edition)
Cuban Cocktail
1 jigger Bacardi Rum
2 dashes Gum Syrup
Juice of 1/2 Lime
Shake well in a mixing glass with cracked ice, strain and serve.
Bacardi Cocktail
1 drink Bacardi Rum
Juice of 1/2 lime
2 dashes Gum Syrup
Shake well in a mixing glass with cracked ice, strain and serve.
  • „BACARDI Algunos De Sus Muchos Usos.(1930)“
Bacardi Coctel (Daiquiri Bacardi)
El jugo de medio limon.
Media cucharada de azucar blanca
Una copita de Bacardi Carta Blanca.
Agitese con hielo picado y sirvase en vasos de coctel. Puede ser servido colado o sin colar.
  • „World Drinks and How to Mix Them“ by Bill Boothby (1934 reprint)
Bacardi Cocktail
2/3 Jigger Bacardi
1 Spoon Lime Juice
1 Spoon Sugar Syrup
  • "Bacardi and Its Many Uses" (circa 1937)
Bacardi Cocktail
Correct recipe:
The juice of half a lime.
Half teaspoonful granulated sugar.
1 ½  oz. of BACARDI White.
Mix thoroughly, then shake well in cracked ice. May be served strained or unstrained. Important: Do not alter order ingredients [sic].
  • "PORTS OF THE SUN: A GUIDE TO THE CARIBBEAN, BERMUDA, NASSAU, HAVANA AND PANAMA" (1937), by Eleanor Early, Pg. 304 (HAVANA): ["...“]
Bacardi Cocktail
Juice of ½ a Lime
½  Teaspoon of granulated sugar
1 ½ oz. White Bacardi
mix thoroughly, and shake well with ice."
  • "Cocktails Mundiales", By Pedro Chicote, Buenos Aires (1947)
Bacardi Cocktail (page 113)
1 Teaspoonful of white sugar
2 Teaspoonful of lemon juice and the rest ("el resto" in spanish) of Bacardi Rum
Serve in a cocktail glass, with an orange peel

Historische Rezepte mit Grenadine:
Bacardi Cocktail
            ½  Jigger Cusinier Grenadine
1 Jigger Bacardi Rum
Shake well and serve in a Cocktail glass.
Bacardi Cocktail - Country Club Style
½  Lime Juice
2 Dashes Imported Grenadine
1 Jigger Bacardi Rum
Shake well; strain into Cocktail glass and serve.
The Bacardi Cocktail was not in the 1913/14 edition, but was included in the 1920 edition.
Bacardi Cocktail
½   Pony Grenadine Syrup
2/3 Jigger Bacardi Rum
Juice of  ½  lime
Shake well. Strain. Serve.
  • „BACARDI Algunos De Sus Muchos Usos (1930)“
Bacardi Granadine Coctel
Una copita de Bacardi
Una cucharda de granadina
El jugo de medio limon.
Agitese bien y sirvase en un vaso de coctel lleno con hielo picado. 
  • „BACARDI Algunos De Sus Muchos Usos (1930)“
Bacardi Coctel "Colorama"
(Fuera de Sintonia)
Un vasito de Bacardi
Jugo de medio limon.
Una cuchardarita de azucar
Una cuchardarita de granadina
Mezclese y agitese bien en una coctelera con hielo picado.
  • „World Drinks and How to Mix Them“ by Bill Boothby (1934 reprint)
Bacardi No. 4                                        Bacardi, Grenadine
½  Jigger Bacardi                                    ¾ Jigger Bacardi
¼ Jigger Lemon                                      1 Spoon Grenadine
¼ Jigger Orange                                     1 Spoon Lime
1 Spoon Grenadine
  • "Old Mr Boston", (1935)
Bacardi Cocktail
1 Jigger Bacardi Rum
Juice of 1/2 Lime
2 Dashes Grenadine
  • "How to Mix Drinks", by Bill Edwards, (1936)
Bacardi Cocktail
2 parts Bacardi Rum
1 part Dry Gin
1 part Lime Juice
Grenadine to tast


"Stork Club Bar Book", by Lucius Beebe, (1946)
Bacardi Cocktail
2 oz. Bacardi Rum
Juice of half Lime
1 Dash Grenadine