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Donnerstag, 18. April 2013

Aperitivo Amaro

Ein Aperitif auf klassischer Art...

3cl Punt E Mes
3cl Cynar
3 Dashes Angostura Bitter
Soda

Alle Zutaten, mit Ausnahme von Soda, im Tumbler auf Eis gut verrühren, mit einer Zitronenzeste abspritzen und hinzugeben. Soda extra reichen.
Als kleines Extra: Ananas-Chip (getrocknet - gesüßt und gesalzen)




Mittwoch, 16. November 2011

EUROPE CONTEST...

Was ich so alles mag...

Nun, Campari und Chartreuse gehören definitiv zu meinen Favoriten und das gern ohne alles. 
Doch heute kam mir der Gedanke; wie wäre es, wenn man französische Romantik mit italienische Leidenschaft kombiniert? Und damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt, soll das ganze durch die Bittere Wahrheit aus Deutschland begleitet werden - Süßes sonst gibt's Saures!!! Auf beides wird nicht verzichtet.

Los geht's!!!

3cl Campari
2cl Chartreuse Verte
1,5cl Zitronensaft
1 BL Läuterzucker
2-3 Dashes TBT Creole Bitter

Das Ganze shaken, in ein Cocktailglas abseihen und mit einer Zitronenzeste abspritzen.

Cheers!!!

Montag, 2. August 2010

Auf's Korn genommen

Die Barszene - ständig auf der Suche nach neuen, unbekannten, seltenen Zutaten und Spirituosen, die  zum Teil mit einer außergewöhnlichen Aufmachung das Interesse wecken. Was ist aber mit den altbekannten?! Sind sie die Verlierer der Zukunft? Ich sage nein, und stelle heute ein Produkt vor, welches heutzutage rund um den Globus recht bekannt ist und sich in die Top Ten (9. Platz) der meist verkauften Spirituosen mit einreiht - Jägermeister.
Aus dem Eichenfass in die Bars der Welt.

Jägermeister, fast ein jeder kennt ihn. Aber kennt man wirklich alles? Ich bis dato noch nicht. 
Anlass genug um hier mal mehr ins Detail zu gehen. Dazu soll das Video die gewohnte Schreibweise heute einmal ablösen.     Film ab:

Und wie schaut es mit der Mixbarkeit dieses Kräuterlikörs aus Wolfenbüttel aus?
Einige Mixturen dürften bekannt sein, besonders die mit den Limonaden und Energy Drinks. Das allein lockt mich aber noch nicht aus der Ecke hervor.
Mein Versuch, etwas Sommerliches zu zaubern, endete erstmal wie folgt:

5cl Jägermeister
1cl Mozart Chocolate Dry 40%
2cl Limettensaft
1 Barlöffel Zucker
1Barlöffel frisch geriebener Ingwer
1-2 Minzezweige (je nach Größe- nur nicht zuviel)

Die Minze zuvor etwas muddlen und anschließend mit allen Zutaten kräftig shaken - Feinsieben- in einen mit Eiswürfeln gefülltes Highball Glas abseihen und mit etwas Tonic auffüllen.

Jägermeister lässt sich auch als Alternative zu Pimm's No.1 gut für einen Pimm's Cup hernehmen. Dazu verwende ich jedoch ein wenig Gurkensirup von Monin, um den Geschmack der Gurke etwas zu verstärken.
Die Variante:

6cl Jägermeister
1cl Gurkensirup
1,5cl Zitronensaft
3 dicke Gurkenscheiben

Alle Zutaten kräftig shaken - Feinsieben - in einem mit Eiswürfeln gefülltes Highball Glas abseihen, mit Ginger Ale (altern. Tonic, ZitroLimo oder gar Champagner) auffüllen. Mit Gurkenschalen und Früchte der Saison garnieren.

Auf der Suche nach weiteren Rezepten mit Jägermeister - VERMISCHBAR

Ein Dank an Sarah B., Schröder & Schömbs PR GmbH / Berlin, die mich mit diesem Überraschungspaket dazu veranlasste, darüber zu schreiben. Im übrigen, eine Flasche Jägermeister, zwei Gläser, gebettet in einer wunderschönen und massiven Holztruhe - alle Achtung.

Donnerstag, 1. April 2010

Forgotten Cocktails

Der Aviation Cocktail
Nach dem heute das neue Mixology Magazin ins Haus flatterte, erfreute ich mich wieder einmal mehr um den Inhalt und ganz besonders über den Bericht des Aviation Cocktails. Ich möchte hier nicht wiederholen was Mixology bereits zum Aviation geschrieben hat. Warum ich dann überhaupt dieses Thema erwähne? Nun, ich persönlich mag diesen vergessenen Cocktail und biete diesen meinen Gästen auch an. Für mich stand immer nur die Frage im Raum- welcher Gin?
Nach langen hin und her empfand ich den Münchner Duke Gin als sehr harmonisch, gepaart/begleitet vom Crème de Violette der Firma The Bitter Truth. Den Anteil an frischen Zitronensaft verringere ich etwas, da mir sonst zu viele Geschmacks Nuancen verloren gehen und zugegebener Weise bin ich nicht der große SAURE DRINK Fan.  
Ein Mischungsverhältnis, welches mir persönlich sehr genehm ist ; 
2 oz Duke Gin
1/2 oz Crème de Violette
1/2 oz Maraschino
1/2 oz fresh Lemon Juice (ein klein wenig mehr)
Alle Zutaten kräftig shaken

Eine Rezension zu Crème de Violett findet sich im Blog TRINKLAUNE

Montag, 7. Dezember 2009

Chartreause Élixir végétal - Bitter's

Bitter's sind wie das Salz in der Suppe.
Erinnert man sich noch einige Jahre zurück, so schmückten gerade mal 2-3 verschiedene Bitter die Bars. Mittlerweile hat sich in diesen Bereich sehr viel getan und man erfreut sich über die Vielfalt der verschiedensten Aromen. Aber dennoch gibt es für mich einen absoluten Favoriten unter diesen heiligen Tropfen - Chartreause Élixir végétal mit 71% Volumen. Ja, der hat Bumbs aber keine Angst, es zieht nicht das Zahnfleisch hoch, im Gegenteil. Durch die Süße und die Kräuteraromen macht sich ein sehr wohltuendes Empfinden auf. Wie man es halt auch von den bekannten Chartreuse Likören grün/gelb her kennt, nur kräftiger.

Seit mehr als dreieinhalb Jahrhunderten bewahren die Pères Charteux (Kartäuser-Mönche) das Geheimnis des Élixir végétal das sie - wie auch ihre bekannten Liköre - in Voiron destillieren. Im Jahre 1605 schenkte der Marschall d'Estrées den Mönchen das Manuskript eines "Élixiers für langes Leben", zusammengestellt aus 130 Heil-und Aromakräutern. Dieses Élixier, das von Bruder Jerome Maubec nochmals ausgewogen wurde, bekam 1755 den Namen ÉLIXIR VÉGÉTAL DE LA GRANDE CHARTREUSE (Kräuter-Elixier der Grossen Chartreuse). Der Wert des Kräuter-Elixiers liegt im Gebrauch von natürlichen Kräutern, Alkohol, Zucker und Honig ohne jeglichen künstlichen Zusatz. Aber auch die Sorgfalt beim Herstellen und beim harmonischen Zusammenstellen der 130 Aroma-und Heilkräuter, die zur Qualität der Grundstoffe hinzukommt und den Wert und die Wirksamkeit festigt, ist von großer Bedeutung. Das Elexier ist dank seiner Konzentration sehr wirksam und wird in kleinen Dosen genommen.
Chartreuse selber gibt einige Rezept-Vorschläge
auf ihrer Homepage
und von mir den "Für Puristen" (zu finden unter Labels)

Sonntag, 9. August 2009

Strega- die Sonne Italiens

Im Jahre 1860 gehörte Benevento zum Kirchenstaat. Diese Stadt, die auf halbem Weg zwischen Rom und Neapel liegt, ist durch eine Sage berühmt, die besagte, dass alle Hexen der Welt dort ihren Treffpunkt hatten.

Guiseppe Alberti wählte diese Stadt als Ausgangspunkt für seine Tätigkeit als Weinhändler und begann gleichsam als Hobby mit der Produktion eines Kräuterlikörs nach einem Rezept das ihm vielleicht von den Mönchen des nahe gelegenen Benediktinerkonvents anvertraut worden war und das er mit Hilfe seines Vaters, der Gewürzhändler war, ständig verbesserte. Im Andenken an die alte, eindrucksvolle Sage von Benevento wollte der Schöpfer dieses Likörs diesem Getränk ein unverwechselbares Zeichen verleihen: so entstand der Liquore Strega, - HEXEN LIKÖR – der vermutlich älteste und berühmteste italienische Likör. Noch heute kann man in Benevento, gegenüber der Eisenbahnstation in den alten Räumlichkeiten der Firma Alberti den Duft der über siebzig Kräuter wahrnehmen, die das Geheimnis eines einzigartigen Likörs darstellen.

Derzeit kennen nur zwei Personen die genaue Qualität und Menge der Zutaten zur Wahrung einer Tradition, die sorgfältig von Generation zu Generation weiter- gegeben wird.

Die Herstellung des Liquore Strega beginnt mit dem Mahlen der Kräuter, die von überall auf der Welt ausgewählt werden. Als Beispiele seien nur der Zimt aus Ceylon, florentinische Iris, Pfeffer aus Jamaika, Wachholder aus dem italienischen Apennin und Minze aus Sannino, die natürlicherweise entlang der Flüsse der Region wächst zu nennen. Die gemahlenen Kräuter werden in einen Getreideaufguss eingelegt und nachfolgend langsamen destilliert. Nachdem durch Beigabe von Zuckersirup das Destillat auf 40° reduziert worden ist, erhält der Likör durch Beimengen von Safran seine endgültige Färbung. Sobald die Herstellung der Destillation abgeschlossen ist, wird der Liquore Strega zum Altern über eine lange Zeit in Eichenfässern gelagert, wo die verschiedenen Aromen zu einer perfekten Synthese gelangen. Erst nach Ablauf dieser Zeit wird der Liquore Strega nach einer eingehenden Prüfung durch den Kellermeister mit Hilfe modernster Maschinen in Flaschen abgefüllt.

Der Liquore Strega zeichnet sich durch seine starke und unverwechselbare Persönlichkeit aus.

* SAFRAN wird aus den Narben der Safranblüte gewonnen, die im Morgengrauen per Hand gepflückt wird, sobald sie sich leicht geöffnet hat. Um ein Kilogramm Safran zu gewinnen, benötigt man etwa 80.000 bis 150.000 Blüzen.Im Schnitt schafft ein Plücker 60 bis 80 Gramm am Tag. Darum ist der Safran das wertvollste Gewürz der Welt.

Mein Favorit mit Strega Liquore ist eine Gin Fizz Version;

4cl Broker's Gin
2,5cl Strega Liquore
2cl fr. Zitronenesaft
1,5cl Zuckersirup

Eine weitere Empfehlung;

4,5cl Strega Liquore
2cl Galliano L'Autentico
2-3 Dashes TBT Orange Bitter
2cl fr. Zitronensaft
2cl fr. Orangensaft
1/2 fr. Eiweiß

Kräftig shaken und in eine Cocktailschale abseihen


Bezugsquelle- Strega Liquore BARFISH


Dienstag, 4. August 2009

Ein Hauch von Schokolade...

Vor geraumer Zeit brachte mein Kollege eine Flasche Monin Schokoladen Sirup mit und man überlegte gemeinsam, was sich wohl alles daraus kreieren ließe. Die Meinung meines Mitstreiters dazu, es wäre mehr für die Herbst/Winter Saison geeignet, wollte mich nicht so richtig überzeugen.
Was passt also zu Schokolade? Rum!
Es sollte eine Kreation sein die trotz der vollen Geschmacksnoten nicht zu schwer in Erscheinung treten darf. So kam ich dann auf folgende Zusammenführung;


5cl Havana Anejo Especial
1cl Bénédictine DOM Likör
1,5cl Monin Schokoladen Sirup
1cl fr. Limettensaft
2-3 Dashes TBT Orange Bitter

Das ganze kräftig shaken und in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

Ein Drink, in dem die Reife des Rums gut durch kommt. Der Limettensaft nimmt die Süße und bringt zu dem Frische in die Mixtur. Die Aromen von Schokolade und Orange (Orange Bitter), wer kennt sie nicht. Der Bénédictine DOM Likör rundet mit seinen Gewürzen, Kräutern und fruchtigen Anteilen und durch seine angenehme Süße, dass ganze ab.
Fazit; Ein Drink, der auch in den "Sommer Monaten" zu empfehlen ist. Er zeichnet sich als weich und rund ab. Leichte Schoko-Aromen im Abgang.

Das ganze lässt sich natürlich mit gut gereiften Brandy's, Cognac's, Rum und zum Schokoladen Sirup von Monin mit Mozart Dry, oder ähnliche Produkte variieren.






Montag, 25. Mai 2009

Ein Klassiker bearbeitet....

Die Klassiker Martinez und Martini Cocktails sind wohl jedem nahezu bekannt und ich werde mir hier nicht die Mühe machen, sie bis ins letzte Detail und in sie in den verschiedensten Versionen aus den vorangegangenen Jahrzehnten zu erläutern. Ein Thema, welches in den letzten Zeiten von einigen Bloggern gut recherchiert und niedergeschrieben wurde.
Der Gedanke daran, dass zu damaliger Zeit mehr Genever (Holland Gin) und Old Tom Gin verarbeitet wurde und der London Dry Gin sich erst später dazu gesellte, veranlasste mich heute den Martinez Cocktail etwas umzustellen.
Ich suchte nach mehr Körper im Geschmack und griff an Stelle von Old Tom Gin nach Genever (oude).

Die Rezeptur:

4cl Genever
2cl Carpano Vermouth
1cl Lux. Maraschino
1cl Orangen Likör
2 Dashes TBT Orange Bitter
1 Dash Angostura Bitter

Die Zutaten gut shaken und in ein Cocktail Glas abseihen.
Statt eine Orangen Zeste über das Glas abzuspritzen, ziehe ich mit einem Zestenschaber/reißer über dem Glas feine Zesten ab und belasse sie als Garnitur im dortigen.

Durch den Genever bekommt der Drink einen komplexeren Körper und das feine Aroma des Genever entpuppt sich als eine gute Alternative (Bereicherung).
Auf Zucker/ Gomme Sirup habe ich verzichtet, da der Maraschino wie auch der Orangen Likör die gewisse Süße erbringt, um den "Martinez" geschmacklich abzurunden und zu verstärken.
Die fein gezogenen Orangen Zesten verleihen dem Drink ein sehr angenehmes Orangen Aroma und dienen zudem als attraktive Garnitur.

Für mich eine interessante Version, da ich gern mit Genever arbeite und darüber hinaus die alten Rezepturen der Klassiker mit Genever oft austausche.

Cheers...

Welche Erfahrungen habt ihr mit Genever?
Freue mich auf weitere Anregungen...