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Freitag, 13. April 2012

Frühlingserwachen...

Verwöhnt von den Temperaturen im März, schüttelt es einen jetzt um so mehr. Typisches Aprilwetter...

Wie dem auch sei, kommen wird er gewiss, der Frühling und mit ihm die Lust auf Erfrischung. 
 Aromatisch und nicht zu stark, hör ich immer wieder von meinen Gästen. Nach dem man nun das eigene Portfolio   dieser Kategorie schon durch gemixt hat, wird es wieder mal Zeit für neues.  Inspiriert vom Pimm's Cup, der sich bei uns großer Beliebtheit erfreut, wollte ich diese Richtung beibehalten. 
 Das kam dabei heraus:


- Rosmarin, Ingwer, Zucker, Zitronensaft, Pimms Nr.1, Angostura Bitter, Tonic -


Als erstes wird der Rosmarin (je nach Stärke und Aroma - ca. 1-2 Zweige) und ein Barlöffel frischer Ingwer mit der Menge von 1,5 Barlöffel weißem Zucker ordentlich zerdrückt. Ein freudiger Arbeitsschritt, da hier schon die Aromen einen selber in die Nase steigen und das Umfeld ebenfalls nasal betören. 
 Anschließend werden die weiteren Zutaten hinzu gegeben: 5cl Pimm's Nr.1, 4 Dashes Angostura Bitter und 2cl Zitronensaft. Das ganze kräftig shaken und in einem mit Eiswürfel gefüllten Logdrink Glas durch ein Feinsieb abseihen. Mit etwas Tonic auffüllen und mit einem Rosmarin Zweig und einer dünnen Gurkenscheibe garnieren.
Cheers!!!


Wer die eine oder andere Inspiration sucht/braucht, dem  möchte ich folgendes Buch empfehlen:
"Cocktails - Die besten Drinks der legendären Apotheke Bar in New York"
von Albert Trummer und Markus Metka
(Siehe rechte obere Blog Seite)


Dienstag, 17. Januar 2012

19 Bonnie & Clyde 34...

Eine Nachricht die ich im Radio hörte und die mich zu diesem Post veranlasste...

Bonnie und Clyde, wer kennt sie nicht, dass berühmte Gangsterpaar aus den 30er Jahren der USA-Geschichte.
Filme wurden darüber gedreht und Lieder verfasst (mitunter auch die Die Toten Hosen), aber in welcher Form diese Namen wieder Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist schon etwas eigen. Am 21. Januar sollen Waffen, eine Maschinenpistole als auch ein Schrotgewehr, von Bonnie und Clyde in ein Auktionshaus in Missouri versteigert werden. Mehr dazu hier...

Wer sich für die Biografie des berühmten Gangsterpaares interessiert, für den habe ich hier etwas zu lesen.

Nun kann man denken wie man will und die Versteigerung als moralische Frage/Ansicht  aufbringen, die ich für mich schon beantwortet habe. Amerikaner...

Dennoch spukte es gleich in meinem Kopf und es kreierte sich darin in ungewollter Weise eine Mixtur, die ich gleich ausprobieren musste. Puristisch, eigen und doch amerikanisch...
Und das kam dabei raus - ein kräftiger amerikanischer Whiskey - guter Cognac - Kaffeebohnen - Zucker - Cocktail Bitter.

4cl Bourbon oder Rye Whiskey 
(Makers Mark Bourbon W. oder Pikesville Rye W.)
1cl Coganc 
(Rémy Martin VSOP)
6 Dashes Angostura Bitter 
(oder auch 4 Dashes Angostura und 3 Dashes TBT Creole Bitter)
6 Kaffeebohnen 
1 Würfelzucker

Ich weiß, ziemlich viel "oder", aber ich kann mich einfach noch nicht festlegen. Kommt noch!


 Zubereitung:    


- 19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail -

Die Kaffeebohnen und den Zuckerwürfel im Shaker gut zerstoßen, alle weiteren Zutaten hinzu geben und mit der Rückseite des Barlöffels (Stößel) weiter stoßen und rühren, bis der Zucker gut aufgelöst ist. Das Ganze nun gut shaken und durch ein Feinsieb in ein Cocktailglas abseihen.

Klare Ansage, nichts für Safttrinker, vielmehr für Puristen die es kräftig mögen und ein Hauch von Kaffee nicht verschmähen.
Ich widme diesen "19 Bonnie & Clyde 34 Cocktail" den 30er Jahren der USA-Geschichte, auf das man nichts vergesse. 

Cheers!






Mittwoch, 16. November 2011

EUROPE CONTEST...

Was ich so alles mag...

Nun, Campari und Chartreuse gehören definitiv zu meinen Favoriten und das gern ohne alles. 
Doch heute kam mir der Gedanke; wie wäre es, wenn man französische Romantik mit italienische Leidenschaft kombiniert? Und damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt, soll das ganze durch die Bittere Wahrheit aus Deutschland begleitet werden - Süßes sonst gibt's Saures!!! Auf beides wird nicht verzichtet.

Los geht's!!!

3cl Campari
2cl Chartreuse Verte
1,5cl Zitronensaft
1 BL Läuterzucker
2-3 Dashes TBT Creole Bitter

Das Ganze shaken, in ein Cocktailglas abseihen und mit einer Zitronenzeste abspritzen.

Cheers!!!

Samstag, 4. Dezember 2010

Eine winterliche Mixtur...

Nach dem nun der Winter Einzug gehalten hat, Körper und Geist nach „wärmenden“ Tinkturen verlangt, stell ich heute eine andere Old Fashioned Version vor. Gewiss, dass dieser für so vieles herhalten musste und es darüber hinaus viele Varianten gibt, reihe ich mich dennoch mit einer etwas aromatischeren Mixtur ein.

Kardamom und Rosmarin sollen dem Old Fashioned etwas Winterliches verleihen, und so bin ich zu folgender Mixtur gelangt.



Die Zutaten:    

1  Barlöffel Zucker
1  Rosmarinzweig
1 Schwarzer Kardamom (ganze Kapsel) - herbes erdiges Aroma, erinnert an Nadelholz, Kampfer, Eukalyptus und an etwas Anis. Leicht  rauchiger Geschmack, bedingt durch die traditionelle Trocknung über offenem Feuer.   
4  Dashes Angostura Bitter
2  Dashes Angostura Orange Bitter
6 cl Rittenhouse Rye Whiskey


Die Zubereitung:   

Samenkapseln des Schwarzen Kardamom/Wikipedia

Als erstes zerstoße (Mörser) ich die Kardamomkapsel (im Shakerglas) und die dabei heraustretenden Samen, gebe als nächstes den Rosmarinzweig und Zucker hinzu und mörsere  das ganze kräftig. Schon bei diesem Arbeitsschritt wird man von den freigesetzten Aromen belohnt. Ein Freudentanz für die Sinne. Die Bitters hinzu geben und nochmals etwas muddlen.
Ich wählte den Rittenhouse Rye Whiskey, aber auch hier bleiben den Möglichkeiten viele Türen offen. 
Das ganze wird entweder auf Eis gut verrührt oder wie ich es in dieser Weise doch vorziehe, leicht shaken und in einem Tumbler (Old Fashioned Glas) auf Eis abseihen / fine strain.

Ein kleiner Rosmarinzweig soll als Garnitur dienen, der zuvor am Rand  des Glases entlang etwas berieben wird. 

Was mir besonders an dieser Variante gefällt ist (unabhängig vom Gesamtgeschmack), dass einem schon beim ansetzen des Glases zum trinken, die Aromen des Rosmarins in die Nase steigen. Im Abgang sorgt der Kardamom für einen langen Hall. Nicht zu vergessen, dass Whiskey, Bitters und Zucker ebenfalls ihren Auftritt haben.    

Ich wünsche einen genüsslichen Advent. 

Mittwoch, 7. Juli 2010

1492

1492 war das Jahr, in dem Kolumbus versehentlich auf die vorgelagerten karibischen Inseln von Amerika landete. Sein eigentliches Ziel war jedoch auf dem westlichen Seeweg von Europa nach Ostasien zu gelangen.

Eine Jahreszahl, die ich als Namensgebung für folgende Mixtur wählte.  
Die Bandbreite in der jeweiligen Spirituosengruppe lässt selbstverständlich viel Raum zum variieren.



- 1492 -
3cl Cuervo Especial Tequila (braun)
3cl Cardenal Mendoza Brandy
1cl Benedictine
1,5clAgavensirup
1,5cl frischer Limettensaft
2-3 dash Peychaud's Bitter

Alle Zutaten kräftig shaken und in ein Cocktailglas (-Schale) abseihen. 

Montag, 8. März 2010

TBT - Bittere Tropfen...

Eine neue "bittere Wahrheit"...
Womit wird uns The Bitter Truth aus München die Drinks diesmal "verbittern"?
Creole Bitters heißt das neue Produkt und dürfte wohl den bekannten Peychaud's Bitter als Vorbild haben. Das Label ähnelt sehr dem Peychaud's Bitter und die Farbe als auch der Geschmack lassen starke Parallelen aufschlagen, aber unterscheiden lassen sie sich allemal. Creole Bitter ist von Kirschroter Farbe mit leichten Anis Aromen. Sein Gesamtgeschmack ist von  satter Erdigkeit, ummantelt mit einer dezenten Süße, komplexer und langer Nachhall.
Ich hoffe nur, dass wir nicht all zu lang darauf warten müssen, denn die Problematik mit Peychaud's Bitter ist allgegenwärtig.
TBT Creole Bitter's, dass Pendant zu Peychaud's Bitter?!

Dienstag, 26. Januar 2010

Nichts für schwache Gemüter...


FEUER!!! Nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht.
Nach dem sich nun der Winter erneut wieder eingefunden hat (München), werde ich für ein wenig innere Wärme sorgen. Statt die allbekannten Aperitif Cocktails hoch und runter laufen zu lassen, warte ich mit (m)einen Mary's Martini auf. Vorweg sei gleich erwähnt, es ist nichts für schwache/empfindliche Geschmacksnerven.

Man mag es scharf und etwas pfeffrig? Bitte schön...


- Mary's Martini -
4cl Chili-Pepper flavored Vodka *
2cl French Vermouth
2 Dash TBT Celery Bitter
2 Dash Cordial Lime Juice

Kräftig shaken, in ein Martiniglas abseihen und mit einer kleinen Cocktailtomate garnieren.
Sehr aufmerksam wäre es einen kleinen Unterteller mit etwas Salz bestreut und eine/zwei Tomatenhälften dazu zu reichen. Das macht Lust auf mehr...


* Chilli-Pepper flavored Vodka
1 Liter Vodka wird mit (je nach Schärfe) ca. 3-4 Chilischoten, 1 Esslöffel (nicht gehäuft) schwarze Pfefferkörner, ein halber Barlöffel Zucker und ein halber Barlöffel Meersalz angesetzt. Das ganze dann kühl ziehen lassen und nach ca. zwei bis drei Tagen abschmecken, um somit die Schärfe und Intensität zu bestimmen. Nach besagter Zeit wird das Ganze dann durch ein Baumwolltuch gefiltert.
Ich empfehle den fertigen flavored Vodka stets kühl zu lagern.

Cheers!!!

Samstag, 9. Januar 2010

Mixturen mit Mozart Dry...

Und weiter geht es ...
Wie Angekündigt, stelle ich einige Mixturen mit Mozart Dry Chocolate Spirit vor, eine Spirituose die mir mittlerweile ans Herz gewachsen ist.
Eines möchte ich dennoch vorab darlegen, es ist alles eine Sache des Geschmackes und darüber lässt sich nicht streiten, nein, er muss für sich selbst gefunden und erfahren werden.

- Symphony -

4cl Mozart Dry
2cl Rémy Martin VSOP Cognac
1cl Grand Marnier
2 Dash Angostura Orange Bitter
ca. 5 fr. Minzeblätter

Alle Zutaten mit der Minze kräftig shaken, durch ein Feinsieb in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.


Freitag, 8. Januar 2010

Mozart Dry - Mixturen-

...die nächste Vorstellung:


- Salzburger M -

3cl Mozart Dry
2,5cl Carpano Antico Formula Vermouth
5 Dash Chartreuse Élixir Végétal
1-2 Dash TBT Xocolatl Bitter



Alle Zutaten kräftig shaken
und in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

Ein kleines Stück feine Bitter-Schokolade dazu reichen.




Mittwoch, 9. Dezember 2009

Bitterliche Töne...

Für diese kalte (winterliche/weihnachtliche) Jahreszeit preise ich meinen Gästen einen Old Fashioned an, der durch seine assoziierenden Aromen entsprechend für Wärme und vielleicht für Einstimmung sorgt.
Die Wahl der Zutaten;
- 6cl Pikesville Supreme Straight Rye Whiskey 40%
- 8-10 Dashes Lavendel Bitter* & 2 Dashes Angostura Bitter
- nicht ganz einen Barlöffel Zimt aromatisierter Zucker**
- Orangen Zeste
Im Gästeglas (Old Fashioned Glas) aufbauend und mit einer Orangen Zeste abgespritzt. Soda gebe ich sepperrat dazu. Nichts Besonderes und schon gar nichts Neues - richtig. Das einzige was sich ändert ist die Zugabe von Lavendel Bitter und statt normalen Zucker halt der Zimt aromatisierte Zucker. Statt Eiswürfel eine schöne große Eiskugel...

* Lavendel Bitter - habe mal wieder keine Notizen mit Mengen-Angaben gemacht (furchtbar diese intuitiven Menschen).
Die Zubereitung erfolgt Stufenweise.
Die Ausgangsbasis ist ein Vodka von 40% ca. 3/4 Liter - zwei Hände voll getrockneter Lavendel. Diesen habe ich dann im Vodka für ca. 3 Wochen im Kühlschrank ziehen lassen. Danach werden Gewürznelken (ca. drei bis vier gute Barlöffel) und eine kräftige Zimtstange hinzugegeben. Das Ganze wird nun nochmals für ca. 1 Woche im Kühlschrank zum ziehen belassen. Anschließend gebe ich etwas getrockneten Zitronen-Thymian hinzu und lass das Ganze für ca. zwei Tage bei Zimmer Temperatur ziehen. Nach Beendigung der Zieh-Zeit, wird der Bitter herunter gekühlt (ca. zwei bis drei Tage, bei min. 6-8 Grad. Das wirkt sich positiv auf das Filtern aus. Hierzu nehme ich als erstes ein Feintuch aus Baumwolle und anschließend einen "Alkohol-Industrie-Filter". Hat Ähnlichkeit mit einem Kaffee-Filter, nur größer und dichter. Und jetzt- Geduld, es tröpfelt und tröpfelt. Abfüllen bzw. Umfüllen tue ich den Bitter in alte gebrauchte Bitter Flaschen (TBT o.ä.)
Der Lavendel Bitter sollte sich dann folgendermaßen beschreiben lassen.
"Pur ungenießbar - zu starke,- herbe - und bittere Noten. Ja, so soll es sein- ein Bitter halt. Begleitet von Aromen der Gewürznelken die definitiv erst als zweites wahrnehmbar sind und unterschwellig kommt der Zimt ganz dezent (wenig spürbar).


**
Zimt aromatisierter Zucker- ist eine ganze simple Sache mit großem Effekt. Ich gebe in eine versilberte Zuckerdose einfache eine 1/2 Zimtstange. Diese gibt ein wundervolles Aroma an den Zucker ab. Das schöne ist, dass der Zucker nur wenig von den Zimt Aromen annimmt. Dieses zeigt sich im Old Fashioned auch nur ganz dezent - mehr Unterschwellig.

Die hohe Menge an Lavendel Bitter ist erforderlich, damit entsprechend die Aromen im Whiskey erhalten bleiben.

PS: Wer jetzt behauptet, dass die Zubereitungszeit für die jetzige Zeit nicht mehr ausreicht, ja dem muss ich leider zustimmen. Aber eine Lösung lässt sich immer finden. Da ist sie - bei hoher Temperatur mazerieren (ziehen). Man sucht sich einen Platz/Ort, an dem die Temperaturen weit über der Raum-Temperatur liegen. Zum Beispiel: Heizungsraum, Küche. Dabei muss halt täglich Überprüft werden, wie sich das ganze entfaltet. Cheeres!!!

Montag, 7. Dezember 2009

Chartreause Élixir végétal - Bitter's

Bitter's sind wie das Salz in der Suppe.
Erinnert man sich noch einige Jahre zurück, so schmückten gerade mal 2-3 verschiedene Bitter die Bars. Mittlerweile hat sich in diesen Bereich sehr viel getan und man erfreut sich über die Vielfalt der verschiedensten Aromen. Aber dennoch gibt es für mich einen absoluten Favoriten unter diesen heiligen Tropfen - Chartreause Élixir végétal mit 71% Volumen. Ja, der hat Bumbs aber keine Angst, es zieht nicht das Zahnfleisch hoch, im Gegenteil. Durch die Süße und die Kräuteraromen macht sich ein sehr wohltuendes Empfinden auf. Wie man es halt auch von den bekannten Chartreuse Likören grün/gelb her kennt, nur kräftiger.

Seit mehr als dreieinhalb Jahrhunderten bewahren die Pères Charteux (Kartäuser-Mönche) das Geheimnis des Élixir végétal das sie - wie auch ihre bekannten Liköre - in Voiron destillieren. Im Jahre 1605 schenkte der Marschall d'Estrées den Mönchen das Manuskript eines "Élixiers für langes Leben", zusammengestellt aus 130 Heil-und Aromakräutern. Dieses Élixier, das von Bruder Jerome Maubec nochmals ausgewogen wurde, bekam 1755 den Namen ÉLIXIR VÉGÉTAL DE LA GRANDE CHARTREUSE (Kräuter-Elixier der Grossen Chartreuse). Der Wert des Kräuter-Elixiers liegt im Gebrauch von natürlichen Kräutern, Alkohol, Zucker und Honig ohne jeglichen künstlichen Zusatz. Aber auch die Sorgfalt beim Herstellen und beim harmonischen Zusammenstellen der 130 Aroma-und Heilkräuter, die zur Qualität der Grundstoffe hinzukommt und den Wert und die Wirksamkeit festigt, ist von großer Bedeutung. Das Elexier ist dank seiner Konzentration sehr wirksam und wird in kleinen Dosen genommen.
Chartreuse selber gibt einige Rezept-Vorschläge
auf ihrer Homepage
und von mir den "Für Puristen" (zu finden unter Labels)

Mittwoch, 30. September 2009

Amargo Chuncho Bitter

Bitters sind wie das Salz in der Suppe...

Amargo Chuncho ist ein peruanischer Bitter, der insbesondere für einen Pisco Sour verwendet wird.
Er wird aus etwa 30 verschiedenen Kräutern und Gewürzen hergestellt (Mazeration), die vor allem aus dem peruanischen Amazonasgebiet gewonnen werden.
Durch seine charakteristischen Aromen von Kardamom, Nelken und Zimt erweist er sich als nicht so herb und bitter wie Angostura Bitter.
Der Armago Chuncho ist an für sich eine peruanische Alternative zum Angostura, der ja nicht ursprünglich aus Peru kommt. Als die Angostura-Quellen in und für Peru um 1890 versiegten (der Import wurde gestoppt), begann man aus peruanischen Reihen nach Ersatz zu suchen. A.Castillo Estrada entwickelte durch eine Vielzahl verschiedener Botanicals den Amargo Chuncho.
Ich persönlich muss sagen, dass es ein sehr gelungenes Bitter ist. Leider bin ich erst seit kurzem im Besitz eines Armago Chuncho Bitter und kann somit noch nicht über weitere Einsätze/Rezepturen/Anwendungen berichten. Außer....Pisco Sour, ja den habe ich gleich damit probiert und ja - gefällt mir. Ein Kauf lohnt sich.
Erhältlich als 75ml Flasche mit 40% vol.
Bezugsquellen
  • Drinkology
  • Pisco - Perú
  • World of Rum
  • Barfish

    Alle eingehenden Angaben werden dann in gesammelter Form publiziert.
    Eine Mixtur mit Amargo Chuncho aus der Zeitschrift Mixology;
    Pisco Amore
    von Goncalo de Sausa Monteiro und Bastian Heuser
    6cl Pisco Acholado
    3cl Limettensaft
    1cl Gomme Sirup
    1cl Maraschino
    4-5 Ananaswürfel
    3 Dashes Amargo Chuncho Bitter
    1/2 Eiweiß
    Ananasstücke im Shaker zerdrücken, restliche Zutaten hinzu geben und kräftig shaken.
    Feinstrainen, Cocktail Glas- Deko: frisch geriebene Tonkabohne

    Pisco Sour bei Eben Freeman (leider ohne Chuncho Bitter):

Dienstag, 4. August 2009

Ein Hauch von Schokolade...

Vor geraumer Zeit brachte mein Kollege eine Flasche Monin Schokoladen Sirup mit und man überlegte gemeinsam, was sich wohl alles daraus kreieren ließe. Die Meinung meines Mitstreiters dazu, es wäre mehr für die Herbst/Winter Saison geeignet, wollte mich nicht so richtig überzeugen.
Was passt also zu Schokolade? Rum!
Es sollte eine Kreation sein die trotz der vollen Geschmacksnoten nicht zu schwer in Erscheinung treten darf. So kam ich dann auf folgende Zusammenführung;


5cl Havana Anejo Especial
1cl Bénédictine DOM Likör
1,5cl Monin Schokoladen Sirup
1cl fr. Limettensaft
2-3 Dashes TBT Orange Bitter

Das ganze kräftig shaken und in ein vorgekühltes Cocktailglas abseihen.

Ein Drink, in dem die Reife des Rums gut durch kommt. Der Limettensaft nimmt die Süße und bringt zu dem Frische in die Mixtur. Die Aromen von Schokolade und Orange (Orange Bitter), wer kennt sie nicht. Der Bénédictine DOM Likör rundet mit seinen Gewürzen, Kräutern und fruchtigen Anteilen und durch seine angenehme Süße, dass ganze ab.
Fazit; Ein Drink, der auch in den "Sommer Monaten" zu empfehlen ist. Er zeichnet sich als weich und rund ab. Leichte Schoko-Aromen im Abgang.

Das ganze lässt sich natürlich mit gut gereiften Brandy's, Cognac's, Rum und zum Schokoladen Sirup von Monin mit Mozart Dry, oder ähnliche Produkte variieren.






Sonntag, 7. Juni 2009

Campari




Campari ist ein Klassiker mit Geschichte, ein kosmopolitischer und zeitloser Stylist. Seine einzigartige Zusammensetzung sowie seine leuchtend rote Farbe, machen ihn zu einem der Facettenreichsten Aperitifs.
Sein einzigartiger Geschmack und seine Vielseitigkeit weiß man sehr zu schätzen und sind in den bekannten Klassikern wie der Americano ( Campari, Vermouth Rosso, etwas Soda), Negroni (Campari, Vermouth Rosso, Gin etwas Soda) oder der Campari Cocktail (Campari, Vodka, Angostura) fester Bestandteil.

Heute möchte ich (m)eine neue Rezeptur (die ich bereits schon seit 4 Jahren meinen Gästen anbiete und mixe) vorstellen.

Capri' 05
Die Rezeptur:

5cl Campari
2cl Luxardo Maraschino
2cl Grapefruit Saft weiß
1cl fr. Zitronen Saft
1/2 Barlöffel Gomme Sirup

Alle Zutaten kräftig shaken und in eine Cocktailschale abseihen.
Ein frischer Aperitif, mit herben Noten und dezenter Süße.

Eine weitere Empfehlung für den Einsatz mit Campari ;
Campari Sour

6cl Campari
2,5 cl fr. Limettensaft
2cl Läuterzucker
2-3 Dash Angostura Orange Bitter
1 fr. Eiweiß

Wie gewohnt mit Eiweiß- kräftig und lang genug shaken. In ein Sour Glas abseihen und eine frische Kirsche (die jetzt zu bekommen sind) garnieren.

Montag, 25. Mai 2009

Ein Klassiker bearbeitet....

Die Klassiker Martinez und Martini Cocktails sind wohl jedem nahezu bekannt und ich werde mir hier nicht die Mühe machen, sie bis ins letzte Detail und in sie in den verschiedensten Versionen aus den vorangegangenen Jahrzehnten zu erläutern. Ein Thema, welches in den letzten Zeiten von einigen Bloggern gut recherchiert und niedergeschrieben wurde.
Der Gedanke daran, dass zu damaliger Zeit mehr Genever (Holland Gin) und Old Tom Gin verarbeitet wurde und der London Dry Gin sich erst später dazu gesellte, veranlasste mich heute den Martinez Cocktail etwas umzustellen.
Ich suchte nach mehr Körper im Geschmack und griff an Stelle von Old Tom Gin nach Genever (oude).

Die Rezeptur:

4cl Genever
2cl Carpano Vermouth
1cl Lux. Maraschino
1cl Orangen Likör
2 Dashes TBT Orange Bitter
1 Dash Angostura Bitter

Die Zutaten gut shaken und in ein Cocktail Glas abseihen.
Statt eine Orangen Zeste über das Glas abzuspritzen, ziehe ich mit einem Zestenschaber/reißer über dem Glas feine Zesten ab und belasse sie als Garnitur im dortigen.

Durch den Genever bekommt der Drink einen komplexeren Körper und das feine Aroma des Genever entpuppt sich als eine gute Alternative (Bereicherung).
Auf Zucker/ Gomme Sirup habe ich verzichtet, da der Maraschino wie auch der Orangen Likör die gewisse Süße erbringt, um den "Martinez" geschmacklich abzurunden und zu verstärken.
Die fein gezogenen Orangen Zesten verleihen dem Drink ein sehr angenehmes Orangen Aroma und dienen zudem als attraktive Garnitur.

Für mich eine interessante Version, da ich gern mit Genever arbeite und darüber hinaus die alten Rezepturen der Klassiker mit Genever oft austausche.

Cheers...

Welche Erfahrungen habt ihr mit Genever?
Freue mich auf weitere Anregungen...

Freitag, 22. Mai 2009

Keine Fruchtbombe


Fruchtig aber nicht zu süß und nicht so viele Säfte und und und...
Na dann, ran an die Arbeit und gar nicht erst lange rum experimentiert.
Die Wünsche nach "ich mag keine Fruchtbombe, aber dennoch soll es nicht so stark sein" kennt wohl ein jeder. Egal ob Mann oder Frau, mit der vorgestellten Rezeptur liegt man immer im grünen Bereich. Bitte dabei nicht vergessen, Geschmack ist individuell und nicht streitbar.
Deshalb möchte ich heute eine in sich klassische und ausbalancierte Zusammenführung vorstellen, die ihren Ursprung aus der Kategorie der Sours erfährt.

6cl Bacardi gold
2cl fr. Limettensaft
2cl Bananen Sirup gelb von Monin
2 Dashes Peychaud Bitter
2 Dashes Angostura Orange Bitter
1 Eiweiß

Das ganze kräftig shaken und in ein vorgekühltesStiel Glas strainen. Zur Freude noch einen kleinen Spieß mit einer Bananenscheibe und einer schönen Kirsche dazu geben.

Dienstag, 28. April 2009

Kräuter für die Bar

Der Zitronenthymian gehört in die Gattung Thymus und ist, wie sein Verwandter der “Thymus vulgaris” ein Lippenblütler. Sein Aroma ist schon zu erahnen, wenn man etwas an den, meist gelb gefleckten, Blättern des Zitronenthymian reibt. Im Moment bekommt man ihn im Handel als gezüchtete Pflanze, man kann ihn aber auch selbst ziehen. Alle Thymiansorten lieben volle Sonne. Sie sind zwar winterhart, sollten aber im Moment noch auf der Fenster bank oder in einer gut geschützten Ecke des Gartens stehen. Der Boden kann ruhig etwas trocken sein, wobei man immer darauf achten sollte, dass die kleinen zarten Blätter nicht austrocknen. Damit ist die Pflanze eine Herausforderung für die Sensibilität des Gärtners, denn Staunässe mag der Zitronenthymian eben sowenig.
Sein frisches Aroma bewährt sich besonders in klaren Komponenten (Kategorie- Martini Cocktails). Ich habe mich schon letztes Jahr dieser krautigen Bereicherung in Drinks bedient, aber immer in einer übersichtlichen Zusammensetzung.
Eine dieser "Komposition" möchte ich kurz vorstellen.

1/3 Tanqueray Gin
2/3 Tanqueray Sterling Vodka
2 Dashes Angostura Orange Bitter
3 Dashes Peychaud Bitter
3-4 Stängel Zitronenthymian

Den Zitronenthymian im Shakerglas mit etwas Streuzucker (halber Barlöffel) anstoßen. Alle weiteren Zutaten hinzu geben und shaken. Anschließend durch ein Feinsieb in ein Cocktailglas abseihen und mit einem Zitronenthymian Zweig garnieren.
Ein frischer Aperitif mit leichter Note von Zitrus-und Thymian.
Cheers

Donnerstag, 23. April 2009

Alles Birne oder was...






Wie ich schon bereits erwähnte, meine neue Entdeckung- Monin Birnen Sirup.
Nicht nur das die Sours einen runden und "frischen" Geschmack dadurch bekommen, nein, auch der süße Gaumen hinsichtlich klassisch zubereiteter Cocktails erfährt eine außergewöhnliche Aromavielfalt. Eine Version mit Duke Gin hatte ich ja schon vorgestellt und heute war es der Genever, der sich mit dem Birnen Sirup anfreunden durfte. Die Wahl fiel auf Bokma Oude Genever. Durch sein charakteristischen Geschmack, bindet sich der Birnen Sirup gut ein. Die Abrundung und Finesse erbringen die ausgesuchten Bitters. Die leichte Süße und der typische Genever Geschmack, dürfte wohl an die Cocktails vergangener Zeiten erinnern, die damals mit Genever oder Old Tom Gin gemixt wurden. Mein Umfeld war jedenfalls sehr angetan.

- New Holland -


5cl Bokma Oude Genever
2cl Lillet Blanc
1cl Monin Birnen Sirup
3 Dashes Peychaud Bitter
2 Dashes TBT Orange Bitter

Die Zutaten nicht zu stark shaken und in einem "nostalgischen" Cocktailglas abseihen. Das I-Tüpfelchen bildet eine dünne Birnenscheibe.




Sonntag, 12. April 2009

Münchener Hoheit


Viel gehört und einiges gelesen... da ist er nun "The Duke".
Anfänglich mit etwas Skepsis betrachtet, muss ich gestehen das den Jungs etwas Großartiges gelungen ist. Die Auswahl der Botanicals, die intensive Wacholder Note und das allgemeine Zusammenspiel. Hier sei besonders das Malz und die Hopfenblüten erwähnt.
Mitten im Herzen von München und wie sollte es auch anders sein, mit dem guten Münchener Wasser rein gewaschen. Er hat mich durch seine Eigenart sehr überzeugt, wobei ich ehrlich gestehen muss, dass er mich in einem Martini Cocktail nicht ganz so begeisterte. Aber auch hier gibt es ja noch unendlich viele Möglichkeiten zu experimentieren.
Da ich eine Vorliebe für eine gut eingebundene "Süße" in Drinks habe, überlegte ich mir gleich eine Zusammenführung mit Monin Birnen Sirup, Martini D'oro und Peychaud Bitter. Die Rezeptur wie folgt;

5 cl Duke Gin
1,5 cl Martini D'oro
2 cl Monin Birnen Sirup
3 Dashes Peychaud Bitter
2 Dashes TBT Lemon Bitter

Das ganze shaken und in ein Cocktailglas abseihen. Als Deko eignet sich eine frische Birnenspalte.
Im Übrigen, Birnen Sirup ist ein interessantes Süßungsmittel und lässt sich an Stelle von Läuterzucker oder Zucker gut in Verbindung bringen.
Habe letztens einen Whiskey Sour mit Birnen Sirup statt Zucker gemixt...lecker.
Fazit; unbedingt ausprobieren...











Mittwoch, 4. März 2009

Thomas...die Hausaufgaben


Übermut?! Oder Mut zum Mythos?


Eines Abends saß Thomas, mittlerweile ein guter Freund von mir, bei mir an der Bar und fragte mich, ob ich denn schon mal mit Malt Whisky eine Kreation gewagt hätte. Diese Frage musste ich mit einem klaren NEIN beantworten.

Malt Whisky, ein Mythos zu vermixen…ich tat mich bis Weilen schwer damit. Aber dennoch war ihm danach, einen seiner Lieblinge (Laphroaig 10 Jahre) in dieser Stunde zu genießen, nicht pur, sondern sein charismatisches Geschmacksprofil in einer noch nicht bekannten Mixtur zu erleben.

Eine Herausforderung!


Wir überlegten gemeinsam…er als Cocktailgenießer und Feinschmecker.

Nach einigen Feinarbeiten und letzten Schliffen kam folgendes heraus.


4 cl Laphroiag 10 Jahre

2 cl Carpano Antica Formula

2 Dashes Gomme Sirup

3 Dashes TBT Aromatic Bitter

2 Dashes TBT orange Bitter


Bevor die ganzen Zutaten im Rührglas auf Eiswürfel gerührt werden, wird eine Orangen Zeste flambiert (die ätherischen Öle werden in das Rührglas "abgebrannt") und hinzu gegeben (mit rühren).

In einem Südweinglas (oder ähnliches in dieser Form) ohne Eis und Deko soll er sich präsentieren.


Da stand er nun, gefüllt in einem schönen Glas, aber ohne Namen.

Sein Wunsch, meine Herausforderung, kein Name…seine Hausaufgabe!!!

So lang diese Hausaufgabe nicht erledigt ist, wird dieser Drink mit dem Namen -Mythos- reserviert...