Mittwoch, 7. Juli 2010

1492

1492 war das Jahr, in dem Kolumbus versehentlich auf die vorgelagerten karibischen Inseln von Amerika landete. Sein eigentliches Ziel war jedoch auf dem westlichen Seeweg von Europa nach Ostasien zu gelangen.

Eine Jahreszahl, die ich als Namensgebung für folgende Mixtur wählte.  
Die Bandbreite in der jeweiligen Spirituosengruppe lässt selbstverständlich viel Raum zum variieren.



- 1492 -
3cl Cuervo Especial Tequila (braun)
3cl Cardenal Mendoza Brandy
1cl Benedictine
1,5clAgavensirup
1,5cl frischer Limettensaft
2-3 dash Peychaud's Bitter

Alle Zutaten kräftig shaken und in ein Cocktailglas (-Schale) abseihen. 

Montag, 5. Juli 2010

Rauchverbot



















Rauchverbot in Bayern! 
Was kommt als nächstes?









Fifty Pounds Gin

Gin scheint nach wie vor die Spirituosenkategorie zu sein, die mit den meisten Neuerscheinungen aufwartet wie kaum eine andere Kategorie.

Diesmal aus England - Fifty Pounds Gin, 43,5% Vol., vierfach destilliert, abgefüllt in einer 0,7 Liter Retro Flasche. Hergestellt von Thames Distillers im Südosten von London, nach einer Jahrhundertalten Rezeptur.

Das interessante an diesen Gin ist die Idee, die weit zurück blicken lässt. Der Inhalt sei selbstverständlich nicht außer Acht zu lassen, denn dieser definiert ihn zu einem Premium Gin.

Das Design besticht schon im ersten Moment, eine Flaschenform wie aus den Anfangszeiten der Gin Ära. Seine Namensgebung steht in Anlehnung eines aus dem frühen 18. Jahrhundert erlassenen Steuergesetzes. Einer Zeit in der Gin schnell an Gefallen fand und ins besondere die unteren Klassen in den Bann zog. Neben offiziellen Brennereien gesellten sich zahlreiche Schwarzbrenner hinzu, die Gin billig und von zweifelhafter Qualität herstellten.
Da "Gin" nun für wenig Geld zu erhalten war, entwickelte sich in dieser Zeit eine wahre Trunkenheit der Bevölkerung mit unvorstellbaren Ausmaßen. Die Regierung fasste 1736 daraufhin den Entschluss
, eine Steuer von £50 für jeden Gin-Hersteller zu erheben - ein erfolgloses Unterfangen! Nach sechs Jahren hatten gerade mal zwei Brennereien sich damit einverstanden erklärt diese Steuer abzuführen.

Soviel zu Namen und Design. Worauf es aber ankommt ist der Inhalt und der kann sich zeigen (schmecken) lassen. Dieser Gin ist hervorragend ausbalanciert, ein ausgewogenes Zusammenspiel von Wacholder, Zitrustönen und Gewürzen. Er wirkt geschmeidig- elegant, ist aber dennoch vollmundig mit einen kräftigen Körper und langen Nachhall.
Jede Flasche trägt die einzelne Bearbeitungsnummer, zusammen mit dem Destillierjahr.

Preis ca. 34,- €

Dienstag, 22. Juni 2010

Wenn der Bauer Ausgang hat....

Was mir tierisch auf den Sack geht, wenn „Gäste“ in überhängende Position an (über) der Bar hängen und einen so blöden Text reinwürgen, als würde man sich schon Ewigkeiten kennen. Puhhh…
Lautstark wird die Bar betreten – ja schaut und hört nur, ich (Gast) bin dar.
Na Super- kann mich vor Freude kaum noch halten.
Guten Abend, hallo, ist meine Begrüßung. Darauf ertönen urige bayrische (ich arbeite in München) Zisch- und Grunzlaute- ja Servus, Grüass Di! Wie guats Dia! Und Dinge die ich nicht mehr verstehen wollte.
Beim zureichen der Karten gleich ein Bellen:  Woas kannstn empfehln ? Eine andere Bar!!!
Woas kannstn am besten?! Wie? Jo woas kannstn am besten?! Ein Bier ist meine Antwort. Sichtlich erkannt, dass mir diese Tour mächtig stinkt, wart er sein forsches Verhalten und fragt, nein, bedrängt mich ihn die Entscheidung abzunehmen; Caipi oda do a Cuba Libre?! Unbedingt ein Cuba Libre und am besten nicht mit Cuba Rum sondern mit 73% Rum, damit die Zunge schneller gelähmt ist. Aber bei diesen Urmenschen bin ich mir nicht sicher ob das die bessere Entscheidung wäre, immerhin könnte sein Bellen dadurch nur noch lauter und unverständlicher werden. Besser nicht! Ich empfehle einen Guten Cuba Libre mit 7jährigen Cuba Rum und einen Dash Angostura Bitter mit den Hinweis, dass Qualität seinen Preis hat und er sich heute Abend ja in meinen „qualitativen Händen“ begeben will. Und?! Die Hoffnung stirbt zum Schluss… Um sonst! Nach dem er dann noch lautstark Happy Birthday in sein Handy schrie, schrie meine innere Stimme – NEIN!!! In Folge gab es noch unangenehme Diskussionen mit seiner Begleitung. Schluss aus und vorbei!!! Ich legte meine BÖSE und ERNSTE Mimik auf und erarbeitete mir die Rechnung, um diesen Prolet endlich los zu werden.

Ich weiß, dass die Menschen nicht alle gleich sein können und das ist auch gut so, aber ich habe echt meine Probleme mit dieser Spezies Mensch, die durch Urgeschreie ihre Aufmerksamkeit erhoffen.

Was soll man da nur machen?!

Sonntag, 13. Juni 2010

Martinez auf Abwegen?

Wer kennt ihn nicht- Carpano Antica Formula, der Vermouth der sich in vielen Bars und Drinks seinen Platz gesichert hat. Doch es gibt noch mehr- Carpano Classico, ein roter Vermouth mit bitter-süßen Aromen und ausgewogenen Gewürznoten. Dezente Töne von Schokolade, Orange und Kirsche hinterlassen ihre Spuren. Ein sehr gelungenes Zusammenspiel, nur nicht ganz so wuchtig. Darüber hinaus ist der Kaufpreis von ca. 14,50 € ebenfalls eine Überlegung wert, hier eine Alternative zum Antica Formula zu sehen.

Um den Carpano Classico gleich auszuprobieren, wählte ich den Martinez Cocktail, den ich seit jeher mit Antica Formula mixe. 
  Fazit:  Sehr empfehlenswert, da das Gesamtbild nicht zu stark vom Vermouth umrahmt wird. Ich persönlich halte den Carpano Classico Vermouth für eine bessere Wahl in einem Martinez. Es kommt aber auch immer darauf an, mit welchen Wacholder-Spirituosen gearbeitet wird. Und das ist meiner nächster Punkt- Wacholder-Spirituose.
Nach dem ich meine Martinez gern mit Genever und/oder Gin mixe, überkam mich der Gedanke einen Doppelwachholder zu probieren:  Eversbusch Doppelwachholder 46%.
  Meine Rezeptur dazu:
5cl Eversbusch Doppelwachholder
2cl Carpano Classico
1cl Luxardo Maraschino
2 Dash Angostura Bitter
1 Dash Orange Bitter


  Fazit:  Ich habe für mich einen neuen Vermouth gefunden und ein Doppelwachholder ist nicht nur eine Alternative, nein, er ist ein Erlebnis.
Cheers!

Mittwoch, 9. Juni 2010

Eis Eis Eis

Beim durchstöbern der Seiten von Discovery 24, musste ich mehr als nur schmunzeln, als ich die Beschreibung des Ice-Crusher von Italesse las.
NEIN- keine Kaufempfehlung, vielmehr etwas amüsantes und mit weiteren Verwendungsmöglichkeiten dieses Ice-Crushers - schaut mal rein.      
 

Die Beschreibung:
Geschüttelt oder gerührt? Nein, zerschlagen! Also machen wir uns auf zum Kühlfach, befüllen unsere fesche, verrückt stabile Tüte mit Eiswürfeln – und dann gibt es Kloppe. Aber feste! Wenn das Eis dann wie kleine Diamanten funkelt, haben wir alles richtig gemacht und uns einen Drink verdient. Aufgrund des sportlichen Vorprogramms ist diese Form des Genusses perfekt zum »Runterkommen« und kann sogar dazu führen, dass Mann plötzlich ganz zart wird und die Eistüte gleich noch als Blumenvase nutzt.
Eis-Crusher von ITALESSE; auch als Blumenvase verwendbar; Material: Silikon; Maße: ca. 29 x 12 x 10cm.

Dienstag, 8. Juni 2010

Neue Eiskugelformen?!


Neue Eisballformen war der Titel am Montag bei Mike – Das Gastronom.

Ein sehr interessanter Bericht, zudem ich mich selber gern mit diesem Thema beschäftige.
Vorgestellt wurden neue Eisballformen, die bei Discovery 24-Versand zu beziehen sind. 

Ich werde sie gern einmal ausprobieren, denn die Eiskugelform Big Ice Ball, die ich bei  bei Barstuff vor längerer Zeit kaufte (hier der Bericht) taugen mir nicht wirklich. Sie dehnen sich beim gefrieren doch zu sehr aus. Des Weiteren sind mir mittlerweile auch schon die äußeren Verschlüsse gebrochen. Das verhindert bei einer Neubefüllung der Form, dass die Deckelform fest sitzen bleibt. Und nun? Improvisieren!  Ein Gummiband hilft den Deckel zu fixieren. 
Auch die Eiskugeln an sich sind nicht von der optischen Schönheit, wie ich es durch meine anderen Formen erreicht habe.
Fazit: Leider keine Kaufempfehlung.


Mal schauen was und wie die Kugelformen von Discovery so hergeben. Ich bin gespannt.

Sonntag, 30. Mai 2010

Monkey 47...

Der Schwarzwald lässt grüßen...
Neben Adler- und Duke Gin, reiht sich nun ein weiterer deutscher Gin mit ein -  Monkey 47 Gin.
Nach über einem Jahr der Forschung und Tests, zu denen auch Bartender des Landes mit einbezogen wurden, werden in Handarbeit nur kleinere Chargen hergestellt.
Seine Zusammensetzung ist schon recht bahnbrechend, denn mir ist bis dato kein Gin bekannt, in denen so viele natürliche Aromastoffe verarbeitet werden.
Nach dem ich nun eine Flasche Monkey 47 mein eigen nennen darf und die ersten Verkostungen statt gefunden haben, steht eines fest - ich werde im Regal meiner Gin-Lieblinge Platz machen müssen. Ein sehr interessanter Gin mit einer botanischen Komplexität. Ein gelungenes Balance-Spiel, keine Aromen sind zu dominierend und lassen dennoch bei jedem Schluck etwas Neues erfahren. Er hat Frische und Spritzigkeit, warme und würzige Aromen und irgendwie sind es immer wieder vertraute Gerüche, die ein wenig an Waldboden erinnern. 
Für mich stellt dieser Gin definitiv einen Unterschied zum konventionellen Gin da.

EX  PLURIBUS  UNUM

 

Mittwoch, 26. Mai 2010

Das Ende naht...

...und der Kopf qualmt wie verrückt.

Das Projekt neigt sich dem Ende zu und es wird in absehbarer Zeit wieder aktuelles zu lesen geben.
Ich weiß, es tut einen Blog nicht gut wenn man keine Pflege tätigt aber hätte der Tag 36 oder besser noch 48 Stunden, würde dieses nicht so sehr ins Gewicht fallen. Ist  aber nicht und darum = Geduld + Verständnis.

Auf baldige Neuigkeiten...

Euer B@rGeist

Sonntag, 9. Mai 2010

Lecker Essen in Düsseldorf

Da hier gerade eine kleine Pause ist, melde ich mich doch einfach mal wieder zu Wort... Aus diversen Gründen lande ich immer wieder mal in Düsseldorf und hab auch einen besonderen Bezug zur Altstadt. Ein leckeres Alt im Stehen, draussen im Sommer auf der Bolkerstrasse, ist immer wieder ein Genuss. Und wenn man deftige Hausmannskost mag, bekommt man die in jedem der Brauhäuser in der Altstadt. Mal mehr und mal weniger gut, aber immer sättigend. Ich möchte Euch, bei einem Besuch in Düsseldorf, die "Benders Marie" ans Herz legen. Bekannt ist das Lokal wegen der umfangreichen Muschelkarte. Für den Muschelliebhaber eine Wonne an Möglichkeiten. Als Klassiker auf "rheinische Art", mit asiatischen Gewürzen oder auch überbacken mit Käse. Aber nicht nur die Muscheln sind gut und ganzjährig verfügbar, das Riesenschnitzel ist eine Wucht. Nicht das übliche "plattgekloppte" Fleisch mit viel Panade, sondern zartes Fleisch mit lecker Bratkartoffeln und tatsächlich riesengroß. Bei meinem letzten Besuch hab ich "Himmel und Ääd" gegessen, gestampfte Kartoffeln mit Äpfeln und gebratener Blutwurst mit Röstzwiebeln. Sicher nicht jedermanns Sache, aber für mich die es mag, war es der Hammer! Die Preise sind moderat und falls man mal eine kleine Bierpause braucht, gibt es leckere, spanische Weine im Eigenimport. Übrigens, das Lokal liegt in der Andreasstrasse 13! 

Euer Zeitgeist

Sonntag, 25. April 2010

Ein schöner Sonntagnachmittag

Endlich mal RAUS!!!

Sommer - Sonne - Sonnenschein, der Sonntagnachmittag.
Meine Kinder freuten sich auf Eis, Süßigkeiten, Kamel reiten und und und... Und Musik, die heute zum Verkaufsoffenen Sonntag in Gauting (Kreis Starnberg) zu hören war, was schon fast einem Stadtfest nahe kommt. Sensationell!!! 
Gespielt auf einer kleinen Bühne brachten Slapjack die Glieder so richtig zum zucken und tanzen. Zu Hause wieder angekommen, schaute ich gleich im Internet über diese Band nach. Und was ich gefunden habe ist ein Bericht, den ich so übernehme und nur wiedergeben kann.
"Vereint durch die Liebe zu einer einzigartigen Musik, die zu Ihrer Zeit die Welt veränderte, nimmt Slapjack die Zuhörer und Zuschauer mit auf eine musikalische Zeitreise in das Amerika der Fünfziger Jahre. Heißer Rock’n’Roll wechselt ab mit Stimmungsollen Balladen und wildem Rockabilly. Die mitreißende Musik, das stilechte Outfit und die Bühnenshow lassen das Flair der Fifties wieder auferstehen. Das Repertoire reicht von eigenem Material im Stil der Rockin’ Fifties über unbekannte Raritäten bis zu Covern von Elvis Presley, Bill Haley, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Fats Domino und anderen."
Der Bekanntheitsgrad hält sich zwar noch in Grenzen, aber dennoch absolut zu empfehlen.














Jetzt heißt es wieder
WEITER MACHEN - PROJEKT FERTIGSTELLEN !!!

Montag, 12. April 2010

RuhePause




Liebe Leser,


für die nächsten (6) Wochen wird es hier etwas ruhiger verlaufen. Grund dafür ist ein Projekt, welches zum Abschluss gebracht werden soll. Dennoch werde ich versuchen das eine oder andere Lesenswerte einzubringen.



Sonntag, 11. April 2010

handwerk...

Handwerk - steht nicht nur für eine gewerbliche Tätigkeit, sondern auch für eine Person, die ich vorstellen möchte.

Donnerstag, 1. April 2010

Forgotten Cocktails

Der Aviation Cocktail
Nach dem heute das neue Mixology Magazin ins Haus flatterte, erfreute ich mich wieder einmal mehr um den Inhalt und ganz besonders über den Bericht des Aviation Cocktails. Ich möchte hier nicht wiederholen was Mixology bereits zum Aviation geschrieben hat. Warum ich dann überhaupt dieses Thema erwähne? Nun, ich persönlich mag diesen vergessenen Cocktail und biete diesen meinen Gästen auch an. Für mich stand immer nur die Frage im Raum- welcher Gin?
Nach langen hin und her empfand ich den Münchner Duke Gin als sehr harmonisch, gepaart/begleitet vom Crème de Violette der Firma The Bitter Truth. Den Anteil an frischen Zitronensaft verringere ich etwas, da mir sonst zu viele Geschmacks Nuancen verloren gehen und zugegebener Weise bin ich nicht der große SAURE DRINK Fan.  
Ein Mischungsverhältnis, welches mir persönlich sehr genehm ist ; 
2 oz Duke Gin
1/2 oz Crème de Violette
1/2 oz Maraschino
1/2 oz fresh Lemon Juice (ein klein wenig mehr)
Alle Zutaten kräftig shaken

Eine Rezension zu Crème de Violett findet sich im Blog TRINKLAUNE